Der VEB Kraftfahrzeugwerk „Ernst Grube“ Werdau war ein Volkseigener Betrieb in der sächsischen Stadt Werdau und entstand 1952 aus dem VEB LOWA Werdau (Lokomotiv- und Waggonbau) und dieser wiederum aus diversen, stets auf den Waggonbau spezialisierten, Betrieben. Er gehörte zum IFA-Kombinat Anhänger und war nach dem Widerstandskämpfer Ernst Grube benannt.
Eine ursprüngliche Gründung des Betriebes ist auf das Jahr 1898 zurückzuführen. Bis 1917 lautete die Firmenbezeichnung Sächsische Waggonfabrik Werdau GmbH. Bis 1928 wurde der Betrieb zunächst als Hermann Schumann AG weitergeführt und im Anschluss daran bis 1932 als Linke-Hofmann-Busch-Konzern. In der Zeit des Nationalsozialismus folgte eine Fortführung als Fahrzeugbau Schumann GmbH und nach 1946 gab es eine Umbenennung in Waggonfabrik Schumann-Werke der SAG Transportmittel sowie bis zur Umwandlung in einen Volkseigenen Betrieb 1948 als Waggonfabrik Schumann-Werke. Bis 1952 erfolgte dann eine Umbenennung in VEB Lowa Waggonbau Werdau.
Im Laufe der wechselvollen Geschichte wurden neben Straßenfahrzeugen auch Güter- und Personenwaggons, Anhänger, Aufbauten auf Lkw, Triebwerksteile für Flugzeuge, Omnibusse, Omnibusanhänger, Oberleitungsbusse, Straßenbahnwagen und Lkw sowie Anhänger, Sattelauflieger und Aufbauten auf diese Fahrzeuge gefertigt. Später erfolgte am Standort Werdau eine Spezialisierung in Richtung Aufbauten auf Lkw, Anhänger und Sattelauflieger und hier im Besonderen im Bereich Verteilerverkehr. . Bekannteste Produkte des Ernst-Grube-Werkes waren die Lkw G5, H6/H6B, S4000 sowie der Zweiseiten-Kippanhänger HW 80. Des Weiteren wurden in Werdau die Vorarbeiten für den Lkw W50 geleistet und eine Nullserie unter der Bezeichnung W45 gebaut.
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