OHS MF 1986 bis 1990 Die Offiziershochschule der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung für Militärflieger (OHS für Militärflieger), trug den Ehrennamen Otto Lilienthal und war eine militärische Hochschule der DDR. Sie diente der Ausbildung von Piloten und Navigatoren vornehmlich der Luftstreitkräfte, aber auch anderer Teilstreitkräfte (TSK) der NVA, des Ministeriums des Innern und der Interflug. Führungsstruktur Die OHS für Militärflieger hatte folgende Führungsstruktur.
Kommandeur der OHS, mit Sekretariat Leitungsbereich und Sekretär des „Wissenschaftlichen Rates“
Führungsorgane (Stab) Stellvertreter für Fliegerische Ausbildung (erster Stellv.) Stellvertreter und Stabschef Stellvertreter und Leiter der Politabteilung Stellvertreter und Leiter Fliegeringenieurdienst Stellvertreter und Leiter Rückwärtige Dienste mit direkt unterstellter SGVE-15 Eppendorf Leiter Unterabteilung Kader Leiter Unterabteilung Finanzökonomie Sektionen Sektion 1: Gesellschaftswissenschaftliche Ausbildung Sektion 2: Allgemeine Grundlagenausbildung Sektion 3: FA/Flugzeugführer und Sektion 4: FA/Hubschrauberführer mit Lehrgruppenleiter/Kompaniechefs der Offiziersschüler und Fachlehrer/Zugführer der Offiziersschüler Teileinheit der Verwaltung 2000 Ausbildungseinheiten FAG-15: Rothenburg MiG-21 FAG-25: Bautzen L-29/L-39 HAG-35: Brandenburg Mi-2/Mi-8 TAS-45: Kamenz L-410/An-2/Z-43 Kurse der Offiziersschüler und Fähnrichschüler in den Verwendungen: Jagdflieger/Jagdbombenflieger, Hubschrauberführer, Militärtransportflieger, Steuermann der Besatzung, Fähnrich/2. Hubschrauberführer
Gründungskommandeur Oberst Thonke (bis 1989 mit Versetzung ins Kdo LSK/LV ab 1989 bis 1990 Oberst Langener.
Zum 1.12.86 begann der Aufbau. Somit war S1 ab März 1987 sicher ausreichend.
Das war dann die Zeit als die meisten Gefechtsstände LSK/LV den Zusatz 1 verloren und die Gefechtsstände eigene Tarnnamen erhielten. Wie: OHS FM Kamenz: Stab = Reitstiefel ( zuvor Rispengras) - GS = Baskettball (zuvor Rispengras 1) OHS MF Bautzen: Stab = Fertigkeit - GS = Kantholz
Diese Führungspunkte bzw. die OvD waren auch Empfänger von Wetterwarnmeldungen und Straßenzustandsberichte, die wir von unserer Fernschreibstelle im Kommando an die Direktunterstellten verteilen mussten. Absender glaube ich war Visa 940. Also der OpD.
Im E-Fall gingen FAG-15 und FAG-25 in Unterstellung zur 1. LVD.
Die Geschwader verlegten jedoch auf Einsatzflugplätze . 1 Geschwader verlegte nach FP Cottbus. 1 Geschwader war für Eppendorf vorgesehen- Ersatz FFP Groß Köris-Löpten ab 1989.
HAG-35 und TAS-45 gingen an FO Transportfliegerkräfte Ranzig.
Leander Ratz empfing als Kommandeur der Fliegerschule Bautzen den Fliegerkosmonauten German Titow. In Bautzen war er seit 1959. Vorher war er vom 1.Oktober 1952 bis zum 1.Oktober 1953 Leiter vom Lehrgang X (siehe Klaus-Jürgen Baarß "In geheimer Mission an der Wolga") im Dienstgrad Volkspolizeirat. Bei diesem Lehrgang erfolgte seine fliegerische Ausbildung zunächst auf dem Flugzeug Jak-18 (Doppelsitzer) und danach auf dem Flugzeug Jak-11 (Einsitzer). Danach war Ratz Kommandeur vom 1.Aeroklub Cottbus, danach Verwaltung Aeroklub und 1.LVD (Luftverteidigungsdivision). Dienstgrad Oberstleutnant, bis 31.März 1958. In Bautzen diente er als Oberst und kam am 30.Mai 1962 bei einem Flugzeugabsturz ums leben. Er war mit einem Flugzeug MiG-17 (Einsitzer) im FAG-15 vom Flugplatz Rothenburg/Neiße gestartet. Ihm zu Ehren wurde später dem Fliegerausbildungsgeschwader FAG-25 in Bautzen der Ehrenahme "Leander Ratz" verliehen.
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