Leitstelle des Such- und Rettungsdienstes (Land) der Bundeswehr
Zu den Aufgaben der Rettungsflieger gehört es, in verschiedenen Notsituationen zu helfen - ganz gleich, ob Schwerkranke in Spezialkliniken verlegt, Verletzte nach Unfällen und Katastrophen ins Krankenhaus transportiert werden müssen. Koordiniert wird dies durch die Leitstelle des Such- und Rettungsdienstes der Bundeswehr im nordrhein-westfälischen Münster.
Der militärische Such- und Rettungsdienst der Bundeswehr dient zur Einsatzunterstützung und ist zugleich Teil des nationalen SARSearch and Rescue-Dienstes der Bundesrepublik Deutschland. SARSearch and Rescue steht für Search and Rescue, also Suchen und Retten. Auf den Rettungshubschraubern prangen auf orangefarbenen Grund die markanten blauen Buchstaben SARSearch and Rescue. Die Einheiten stehen auch bereit, um bei Not- und Katastropheneinsätzen Hilfe zu leisten. Sie kommen häufig bei der Rettung und Bergung ziviler Unfallopfer zum Einsatz. Darüber hinaus ist die SARSearch and Rescue-Leitstelle Münster verantwortlich für die Suche nach abgestürzten oder vermissten zivilen Luftfahrzeugen im Bereich der Bundesrepublik Deutschland. Die SARSearch and Rescue-Einheiten des Heeres unterstehen der 7. Staffel des Transporthubschrauberregiments 30 in Niederstetten und sind über mehrere Standorte im Bundesgebiet verteilt. Zum Verantwortungsbereich der SARSearch and Rescue-Leitstelle Münster gehören die SARSearch and Rescue-Standorte Nörvenich in Nordrhein-Westfalen, Niederstetten in Baden-Württemberg und Holzdorf/Schönewalde in Brandenburg.
Derzeit werden von der Heeresfliegertruppe Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D als SAR-Hubschrauber genutzt. Als Nachfolgemodell waren bis Mai 2015 u. a. Hubschrauber des Typs H135 angedacht. Der Airbus Helicopters H145 ist die neue Basis für den Leichten Unterstützungshubschrauber (LUH 145) für den Such- und Rettungsdienst des Heeres.
Das war früher die SAR-Leitstelle Luftwaffe am Standort des Lufttransportkommando (LTKdo). Mit Auflösunf LTKdo erfolgte auch Neustrukturierung des SAR-Dienstes.
Der H145 wird bis Mitte 2021 die in den 70er Jahren eingeführten Bell UH-1 D in ihrer Rolle als SAR-Hubschrauber vollständig ersetzen. Die Nutzungsdauer der UH-1D wurde in zwei Schritten bis Mitte 2021 verlängert.
Dem RCC Münster steht ein flächendeckendes Netz von 33 Flugfunkstationen zur Verfügung. Auch in diesem Fall wieder MOD-Leitung von jedem Flugfunkstandort zum RCC Münster. Somit schon mal 22 Vierdrahtleitungen.
2021 Alle sieben LUH SAR sind nun an das Heer ausgeliefert Airbus -H145- Innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren nach Auftragseingang hat Airbus Helicopters alle sieben bestellten SAR-Hubschrauber an die Bundeswehr geliefert. Die SAR LUH auf Basis der H145 lösen die Bell UH-1D ab, die seit den siebziger Jahren den Such- und Rettungsdienst sichergestellt hat.
Heute hat das BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) den siebten und letzten H145-Hubschrauber LUH SAR an das Heer übergeben. Damit ist der Auftrag der Bundeswehr vom Dezember 2018 vom Hersteller Airbus Helicopters abgearbeitet. Nur ein Jahr nach der Auftragserteilung hatte Airbus Helicopters in Donauwörth bereits das erste Exemplar an das BAAINBw übergeben.
Die H145 löst im Laufe der nächsten Monate die Bell UH-1D als Helikopter für den Such- und Rettungsdienst (SAR) ab. Sie hat diese Aufgabe seit den siebziger Jahren erfüllt. Die SAR-Hubschrauber sind in Holzdorf in Brandenburg, in Nörvenich in Nordrhein-Westfalen und in Niederstetten in Baden-Württemberg stationiert und sind der SAR-Leitstelle in Münster unterstellt. Zwischen der Alarmierung und dem Start des Hubschraubers ist eine Zeitspanne von 15 Minuten bei Tag und 60 Minuten bei Nacht vorgesehen. Alle Länder, die mit der Unterzeichnung des Chicagoer Abkommens der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO beigetreten sind, haben sich damit zur Bereitstellung eines SAR-Dienstes für Flugunfälle verpflichtet. In Deutschland hat die Bundeswehr diese Aufgabe übernommen. Der Kernauftrag des SAR-Dienstes besteht in der Suche und der Rettung von vermissten beziehungsweise abgestürzten zivilen und militärischen Luftfahrzeugen. Im Gegensatz zur zivilen Luftrettung führen die Rettungsflieger der Bundeswehr ihren Auftrag auch unter widrigen Wetterbedingungen durch. Dies schließt auch Einsätze nach Sonnenuntergang unter Nutzung von Nachtsichtgeräten für die Piloten ein.
Der LUH SAR haben für die Aufgaben eine Spezialausrüstung erhalten.So verfügen sie über Infrarot- und Wärmebildsensoren, eine Peilanlage zur Ortung von Notsignalen, eine Rettungswinde, einen Hochleistungssuchscheinwerfer, ein System zur Ortung von Mobiltelefonen (Lifeseeker) sowie eine vollwertige medizinische Ausrüstung.
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Take Off des SAR 87 - Holzdorf am Herzzentrum Brandenburg in Bernau bei Berlin am 27.09.24 Das erste Mal in Bernau seit es den neuen SAR 87 Holzdorf gibt. Foto's: Daniel_MLAS
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