Das Führungsorgan hatte keine Gefechtsstände- weil es keine Division war. Damit versorgte das Nachrichtenbetriebsamt die Führungsstelle bzw. die Führungspunkte des Führungsorgans mit Fernmeldeverbindungen. Die von der Wichtigkeit her auch auf Postmietleitungen abgestützt waren.
Wir werden hier einige Leitungswege von Fernmeldeverbindungen vorstellen. Wie verschlungen und eigenwillig diese doch sein konnten. Leitungswege, deren ununterbrochene Bereitstellung das technische Personal der Nachrichtenzentrale Visa oder Visa1 oder Visa3 nicht unbedingt stets gewährleisten konnten. Weil halt die Deutsche Post zuständig war. Bei Störungen der Leitungen und nach Überprüfung des LSK/LV Anteils ( Endstellen) war die Störung an das durch die Deutsche Post benannte Voramt - auch Leitstelle genannt- übergeben. Die dann eine Entstörung/Fehlersuche auf den Gebiet der Deutschen Post organisierte. Die Leitstelle hatte Weisungsrechte.
Wenn das alles nicht fruchtete, konnten LNB/DNZ und/oder DNF ZGS/ZWGS das Problem bei jeweiligen Bezirksdispatcher der Bezirksdirektion Deutsche Post vortragen und Unterstützung anfordern. In Einzelfällen kam es vor, das der DNF den Hauptdispatcher im MPF ( Ministerium Post und Fernmeldewesen ) einschalten musste. Dann ging natürlich ein Rums durch die Postlerreihen.
Einige Schaltwege sind bereits an anderen Beiträgen zur Vorstellung gekommen. Fangen wir mal mit P2250 an. Die Führungsleitung des Kdr FOFMTFK zum Kdr MFG-28 Laage. In der Regel im Führungspunkt des FO vom Arbeitsplatz DH FOFMTFK zum MFG-28. Diese Leitung war im FBZ in der Üst2 umschaltbar zum Führungspunkt des FO in Bunkeranlage Ranzig/Beeskow. Wenn der Führungspunkt Beeskow besetzt wurde.
Schaltweg: Laage NZ Flugplatz - Neubrandenburg Üst 1 über (TF) 1201 K 9 Neubrandenburg Üst 1 - Neubrandenburg Üst 4 ( Bunker Cölpin) über (TF) 1201 K9 Neubrandenburg Üst 4 - Fürstenwalde Üst 2 über (TF) 1201P K 9 Fürstenwalde Üst 2 (FBZ) - Eggersdorf Üst 2 ( NZ Kdo) über (TF) ETF 1216 K4 Eggersdorf Üst2 - Gebäude U7 Führungspunkt des FO über Objektkabel 2 Drahr.
Schaltvariante nach Ranzig: Laage bis Fürstenwalde Üst 2 identisch. Fürstenwalde Üst 2 war ein Schaltfeld mit in der Verkabelung, mit der die Leitung nach Ranzig umgesteckt werden konnte. Dann: Fürstenwalde Üst 2 - RFB3 Wilmersdorf über ETF 1220 K5 RFB3 - Ranzig über SOK 505 Ader 10 ( 2 Draht)
In RFB3 dann also über ein ENF Gestell mit K181 Kassette um aus der bisherigen 4 Dr Leitung eine 2 Dr Leitung zu machen.