Freudings Prioritätenliste für die Zukunft des Heeres
Umfangreiche Modernisierungsagenda Der neue Inspekteur stellte eine ambitionierte Aufgabenliste vor: Das Heer müsse seine Einsatzbereitschaft steigern, die materielle Vollausstattung erreichen und personell wachsen. Konkret angekündigt wurden die Aufstellung neuer Verbände und Großverbände, darunter die Panzerbrigade 45 in Litauen. Zudem sollen die Ausbildungsstrukturen an den neuen Wehrdienst angepasst werden.
Als weitere Schwerpunkte nannte Freuding die Wiederaufstellung der Heeresflugabwehrtruppe sowie den Ausbau von Fähigkeiten im Kampf mit und gegen Drohnen.
In seinem Tagesbefehl formulierte Freuding die Vision eines Heeres, das vom unbedingten Willen zur Auftragserfüllung getragen wird und sich kontinuierlich verbessert. Innovation solle auf allen Führungsebenen zur Aufgabe werden, wobei auch Misserfolge beim Testen neuer Technologien in Kauf genommen werden müssten.
Besonders hob der neue Inspekteur die Bedeutung von Vertrauen, Vorbildfunktion und Kameradschaft als Maßstäbe guter Führung hervor. Jeder Soldat müsse durch seine persönliche Haltung für die freiheitliche Ordnung einstehen.
„Ich will für ein Heer arbeiten, das bereit ist zum Kampf, das sich durchsetzt, das gewinnt“, fasste Freuding zusammen. Dies sei der notwendige Beitrag zur Wahrung von Frieden und Freiheit.
In den kommenden Wochen kündigte der Generalleutnant Besuche in Einheiten, Verbänden, Ausbildungseinrichtungen und auf Truppenübungsplätzen an, um seine Vorstellungen mit den Soldaten zu besprechen.