Freudings Prioritätenliste für die Zukunft des Heeres
Umfangreiche Modernisierungsagenda Der neue Inspekteur stellte eine ambitionierte Aufgabenliste vor: Das Heer müsse seine Einsatzbereitschaft steigern, die materielle Vollausstattung erreichen und personell wachsen. Konkret angekündigt wurden die Aufstellung neuer Verbände und Großverbände, darunter die Panzerbrigade 45 in Litauen. Zudem sollen die Ausbildungsstrukturen an den neuen Wehrdienst angepasst werden.
Als weitere Schwerpunkte nannte Freuding die Wiederaufstellung der Heeresflugabwehrtruppe sowie den Ausbau von Fähigkeiten im Kampf mit und gegen Drohnen.
In seinem Tagesbefehl formulierte Freuding die Vision eines Heeres, das vom unbedingten Willen zur Auftragserfüllung getragen wird und sich kontinuierlich verbessert. Innovation solle auf allen Führungsebenen zur Aufgabe werden, wobei auch Misserfolge beim Testen neuer Technologien in Kauf genommen werden müssten.
Besonders hob der neue Inspekteur die Bedeutung von Vertrauen, Vorbildfunktion und Kameradschaft als Maßstäbe guter Führung hervor. Jeder Soldat müsse durch seine persönliche Haltung für die freiheitliche Ordnung einstehen.
„Ich will für ein Heer arbeiten, das bereit ist zum Kampf, das sich durchsetzt, das gewinnt“, fasste Freuding zusammen. Dies sei der notwendige Beitrag zur Wahrung von Frieden und Freiheit.
In den kommenden Wochen kündigte der Generalleutnant Besuche in Einheiten, Verbänden, Ausbildungseinrichtungen und auf Truppenübungsplätzen an, um seine Vorstellungen mit den Soldaten zu besprechen.
Zukunft der deutschen Landstreitkräfte (Heer) ... Pistorius bei Experimentalserie Land: Das Heer wird ein Drohnenregiment aufstellen! ------------------------------------------------------------- Bei der Experimentalserie Land auf dem Truppenübungsplatz Bergen werden neueste innovative Systeme auf ihre Truppentauglichkeit getestet. Verteidigungsminister Boris Pistorius nahm seinen Besuch zum Anlass, um eine Neuigkeit zu verkünden: Das Heer wird ab dem kommenden Jahr 2027 ein Drohnenregiment aufstellen. Bei der Experimentalserie Land werden Systeme unter gefechtsnahen Bedingungen geprüft – erst einzeln, dann im Informations- und Kommunikationsverbund. Auf dem Übungsplatz, mit der Truppe, nicht mit Entwicklungsingenieuren. Dabei werden Prototypen, die sogenannten Demonstratoren, unter freiem Himmel praktischen Belastungstests unterzogen. Schließlich macht Militärtechnik nur dann Sinn, wenn sie auch außerhalb einer geschützten Laborumgebung funktioniert. Die Soldatinnen und Soldaten erproben entlang der Frage: Welche Taktik ist erfolgversprechend? Was sich bewährt, fließt danach in Strukturen, Einsatzgrundsätze und neue Forderungen an die Industrie ein. Das Ziel: nutzbare Daten, vernetzte Systeme für die digitalisierte, erfolgreiche Gefechtsführung des Heeres. Zehn Tage dauert der Test auf dem Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen. Pistorius: Heer beweist Anspruch als Innovationstreiber ... Der Verteidigungsminister informierte sich am Donnerstagnachmittag über den Verlauf der Tests der innovativen Systeme auf der Schießbahn 20. „Wir setzen bei der Beschaffung auf Hightech. Dabei beobachten wir sehr genau, was auf dem Gefechtsfeld in der Ukraine passiert: Datenhoheit, Vernetzung und Innovationszyklen bestimmen über Erfolg und Misserfolg. Auch unbemannte Systeme spielen eine immer wichtigere Rolle”, so Pistorius. In der anschließenden Pressekonferenz verkündete Pistorius eine Neuigkeit: Das Heer werde im Laufe des Jahres 2027 das erste Drohnenregiment der Bundeswehr aufbauen, einen selbstständigen Verband für unbemannte Systeme, so der Verteidigungsminister. In diesem Verband würden unbemannte Fähigkeiten gebündelt: für die Aufklärung, die Wirkung und zum Abfangen gegnerischer Drohnen. Dabei gehe es nicht nur um fliegende Systeme, sondern auch um unbemannte Landsysteme, so Pistorius weiter. Das Regiment werde verschiedene Reichweiten abdecken, vom Nah- und Nächstbereich, zum Teil mit kleinen Aufklärungs- und Wirkungsdrohnen, über die mittlere Distanz bis hin zu weiten Distanzen. Zudem soll das Regiment über eine Kompanie zum Elektronischen Kampf verfügen. „Das Drohnenregiment wird unser Innovationsökosystem ergänzen. Wir setzen bei der Beschaffung auf Hightech, auf Innovationen, auf autonome Systeme“ (Boris Pistorius beim Besuch der Experimentalserie Land in Bergen ) Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, unterstrich: „Für das Heer ist das heute ein großartiger Tag. Mit der Aufstellung des neuen Regiments machen wir einen Riesenschritt in Richtung Kriegstüchtigkeit.“ Minister Pistorius gab weitere Details zum neuen Drohnenregiment preis: Es werde Teil der Divisionstruppen der Division 2025, der 10. Panzerdivision. Der Minister machte zudem klar: Auch wenn es bald ein eigenständiges Drohnenregiment geben werde, habe das Heer gleichzeitig unbemannte Systeme in allen Verbänden integriert – „selbstverständlich“. Generalleutnant Freuding ergänzte, dass bereits im Verlauf des Jahreswechsels 2026/2027 in drei Verbänden des Heeres – in der Jägertruppe, der Aufklärungstruppe und der Panzertruppe – mit dem Aufbau unbemannter Systeme begonnen werde: „Jetzt erweitern wir den Rahmen, indem wir auch dieses selbstständige Regiment aufstellen werden.“ Er halte beide Wege – das selbstständige Regiment wie auch die tiefe Integration in den Einheiten und Verbänden der Truppengattungen – für erfolgsversprechend „Ich glaube das wird uns ermöglichen, nochmal deutlich an Geschwindigkeit beim unbemannten Kampf zu gewinnen“, so Freuding. Innovation und Lehren aus der Ukraine als Schlüssel zum Erfolg ... Vieles bei der Experimentalserie Land mute nach Science-Fiction an, so Pistorius. Er stellte jedoch klar: „Das ist alles andere als Fiktion – das ist jetzt schon beginnende Realität.“ Die Veranstaltung zeige, in welche Richtung es weitergehen müsse. „Datenhoheit ist entscheidend, Vernetzung und Innovationszyklen bestimmen das Tempo – all das bestimmt am Ende über Erfolg und Misserfolg“, so der Minister. Er bestärkte das Heer darin, mit diesen Experimentierserien weiterzumachen, „weil das der Schlüssel ist, um wirklich vorne dabei zu sein bei der Entwicklung dessen, worauf es ankommt.“ Beim Thema Innovation profitiere Deutschland von der strategischen Partnerschaft mit der Ukraine, betonte Pistorius. Die engen Verbindungen zu den dortigen Streitkräften würden helfen, von den Erfahrungen der Ukraine auf dem Gefechtsfeld zu lernen, diese zu testen und umzusetzen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius bei der Experimentalserie Land auf dem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen. Hier werden innovative Systeme auf ihre Truppentauglichkeit getestet – nicht im Labor, sondern unter freiem Himmel.
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Bei der Experimentalserie Land auf dem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen werden Innovationen auf ihre Truppentauglichkeit getestet – vor allem unbemannte Systeme
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