Wurde im Zuge Deutscher Einheit dem NR-14 unterstellt.
Der Werdegang im Groben: Das Nachrichtenbataillon-31 ( NB-31) wurde am 05.11.1964 aus dem Bestand der Nachrichtenkompanie-31 Cottbus der 1. Luftverteidigungsdivision sowie einem Teil ( Flugsicherung) des Funktechnischen Regiment-4 ( FuTR-4 ) gebildet. Stationiert war der Stab in der Kaserne Cottbus, Ernst-Heilmann-Weg. Am 16.02.1971 wurde der Ehrenname “August Willich durch den Minister für Nationale Verteidigung verliehen. Aufgabe des NB - 31 war die Sicherstellung des Stabes der 1. Luftverteidigungsdivision ( 1. LVD) und seiner Führungsstellen mit Nachrichtenverbindungen jeder Art.
Daher betrieb das NB - 31 die Verbandsnachrichtenzentrale ( VNZ ) Cottbus im Stab der 1. LVD sowie die Nachrichtenzentrale im Gefechtsstand Kolkwitz.
Zum NB - 31 gehörte bis 1981 die Funksendezentrale Cabel. Diese wurde zum 01.12.1981 dem Nachrichtenbetriebsamt ( NBA ) des NR - 14 unterstellt und in Funksendeamt-3 umbenannt.
Zum 01.12.1981 erfolgte eine Neuformierung des NB - 31 durch Herauslösung der Funksendezentrale Cabel zum NBA sowie der Neuaufstellung der Nachrichten - und Flugsicherungskompanie 1 ( NFK - 1 / NB - 31) und der Nachrichten- und Flugsicherungskompanie 2 ( Soll 2) ( NFK 2 / NB - 31).
Ab dem 01.12.1986 trat ein neuer STAN in Kraft und gliederte das NB - 31 wie folgt: - Stab des NB - Einrichtungen der materiellen Sicherstellung - zwei Nachrichtenbetriebskompanien ( NBK ) für VNZ und NZ Kolkwitz - eine Richtfunk - TF Baukompanie mit RF / TF - 24 / 48 Trupps und RT - 417 ( im VZ plus 1 Wachzug) - zwei Nachrichten und Flugsicherungskompanien ( NFK ) ( davon eine NFK im Soll2 ) - eine Funkkompanie ( davon 1 Zug im Soll2 ) Soll 2 = Auffüllung mit MOB
Ab 03.10.1990 wurde das NB - 31 befristet in der Luftwaffe der BW weiter betrieben.
Bereits zum 1.1.91 wurde NB-31 im Zuge der Vorvereinbarungen Kdr. NR-14 mit dem Leiter der künftigen Kommandeursgruppe Luftwaffe OTL Bösenberg gemeinsam mit NB-33 der 3. LVD dem Nachrichtenregiment - 14 / Fernmelderegiment - 14 Waldsieversdorf unterstellt. Mit Aufstellung der Fernmeldeabteilung - 14 Waldsieversdorf ( aus Fernmelderegiment - 14) zum 1.4.1991 erfolgte die Bildung der Fernmeldesektoren 141 bis 143. Teile des NB - 31 bildeten mit dem Nachrichtenbetriebsbataillon Fürstenwalde den Fernmeldesektor 142 Fürstenwalde.
Damit hörte das NB-31 zum 01.04.1991 auf zu bestehen !
Damals nannten sich die Nachrichtenkompanien NB31 mit Eröffnung des SBW Kolkwitz - Nachrichtenbetriebskompanie. Davon gab es 3 an der Zahl. die 1., 2. und 3. NBK.(KC: Mj. Döbel, Mj. Watzek, Mj. Lelanz) In diesen Nachrichtenbetriebskompanien waren damals sogar die Planzeichner integriert. Später wurden die Planzeichner ausgegliedert, gehörten aber noch bis in die siebziger Jahre zum NB- 31 als 3. NBK. 1974 gab es dann nur noch die 1. NBK unter Leitung des Mj Schlorf. In den drei Zügen waren jeweils Sende-Funker, Empfangsfunker, Fernsprecher und Fernschreiber vereint. Jeder Zug war eine Schicht.
Die Mechaniker des Gefechtsstandes und die SND-Leute gehörten schon zur GS- Kompanie. So wie ZGS Eggersdorf auch diese in der GS-Kompanie hatte.
Als Zugführer fungierten u.a. Ultn. Fiedler, Hptm. Laubert- Ltn. Rensch und Stfw Frank. Hfw. War Stfw. Milz. DNF im GS-31 waren damals Mj. Döbel, Mj. Frank, Stfw. Beierling, Mj Laubert, Mj. Puppe u.a..
Zur Vergatterung traten aus der Funkkompanie an: vier Sendefunker, vier Empfangsfunker und zwei Leiter Funk. Aufgeteilt in zwei Schichten wechselte man alle 6 Stunden. Die erste Schicht löste nach der Vergatterung 8:00 Uhr ab und machte bis 12:00 Uhr, 18:00 bis 24:00 Uhr war der zweite Step der ersten Schicht und dann nochmals von 6:00 bis 8:00 Uhr. Die zweite Schicht somit von 12:00 bis 18:00 Uhr und 00:00 bis 6:00 Uhr. Zu jeder Schicht ein Leiter Funk plus zwei Sendefunker plus zwei Empfangsfunker.
Nachtessen gab es übrigens für alle Bunkerkräfte des Tages und für die Wache und den OvD und seinen Gehilfen. Es begann um 22.00 Uhr und endete gegen 0.30Uhr.
Die VNZ und die Funkkompanie teilten sich eine Baracke. Die Funker belegten den vorderen Teil und die VNZ war dahinter untergebracht. Sie waren verantwortlich für die Nachrichtentechnik die drahtgebunden und mittels Richtfunk offen oder gedeckt übertragen wurde. Diese Kompanie hatte eine Vielzahl an Berufssoldaten und Unteroffiziere auf Zeit. Sie waren meist bei den Mechaniker eingesetzt. Weiterhin arbeiteten auch Zivilbeschäftigte bei den Mechanikern. Die VNZ- Kompanie hatte 3 Züge. 1.Zug SND, 2. Zug FE / FS, 3. Zug Mechaniker.
Im Divisionsstab betrieb die VNZ auch eine Fernschreibstelle. Die Telexanlage TW55 stand jedoch im Bunker Kolkwitz. Die Übertragung von Kolkwitz nach Cottbus erfolge über NVAegenes Kabel. Hier insbesondere von Betriebsaufnahme S1-Netz Anteil Fernschreib. Fernschreibstabsnetz der NVA. Gemäß Nomenklatur hatte der Stab die Telex 211 ff. Hier Telex 211 bis 214 für VNZ Cottbus. tx 211 über ET 15066 TX 212 über ET 15067 TX 213 über ET 15068 TX 214 über ET 15069 TX 209 über ET 15065
Nach der Nomenklatur hätte auch TX 219 in Cottbus anliegen müssen. Denn 219 hatte eine Ausschliewßlichkeit für Luft-Fernschreiben innerhalb des ganzen Stabsdienstes in NVA.
Weiter war geschalten Tx 205 über ET 14056 TX 235 über ET 14095
Die u.U. auch zu versorgenden Einheiten geschalten sein konnten.
Richtfunk-Kompanie NB-31 hatte mehrere Richtfunkvarianten zu stellen. Anfangs mit RT-417 Trupps. Später dann mit FM24/400, also RF/TF-Trupps. Ich erinnere mich an die Variante: Drewitz Eichberge - Kolkwitz- FSA3 Cabel - Dahme- Holzdorf.
Die Richtfunkkompanie hatte einmal die Aufgabe eine Richtfunkstrecke vom Objekt Cottbus nach Wusterwitz bei Brandenburg zu konzipieren, zu rekogniszieren und aufzubauen.(5x FM 24-400)Im flachen Land eigentlich kein Problem. Die Sache musste aber gut vorbereitet sein.Abstand zwischen den Stationen maximal 60 KM, erhöhte Punkte auf der Strecke suchen und geeignete Objekte für Aufbau und Unterkunft. Die Strecke sollte ja einige Wochen betrieben werden. Die Punkte waren schnell gefunden. 1. Objekt Cottbus 2. Objekt Calau 3. Ortschaft Schlenzer (einige km vor Jüterbog) -Militärobjekt nicht in der Nähe 4.NVA- Objekt Brück 5. Objekt FuTK Wusterwitz, Die längste Strecke war die von Calau nach Schlenzer. (fast 60 km) Nachdem wir uns ohne Technik die Punkte angesehen hatten ging es mit 4 Stationen los und wir setzten eine Station nach der anderen ab und wiesen die Besatzungen vor Ort ein. Verbindungsaufnahme und Aufschalten der Kanäle und auch der Betrieb bereitete bis zum Ende kaum Probleme. Außer in Schlenzer waren die Trupps auch unmittelbar in NVA- Objekten untergebracht und wurden dort gut versorgt. Die Unterkunft in Schlenzer war Mitten im Dorf in einem Haus der Gemeinde. Auch die Versorgung erfolgte über die LPG-Küche. Die Kneipe war auch gleich in der Nähe der Unterkunft. Schlenzer schien gleich der Knackpunkt zu sein. War es dann auch. Über die Ordnung und die Zustände bekam der KC einige Anschisse, denn verschiedene Militärs interessierten sich bei Gelegenheit für den Trupp.(Stand direkt an der Straße) Auch wohl jemand von der Unterabteilung der LVD muss mal dort vorbei gekommen sein. Auf dem Dienstkanal war der Trupp auch ab und zu nicht erreichbar. Zusammenfassung der Steine des Anstoßes. Chaos auf dem Trupp, Anzugsordnung :5,Weiber in der Unterkunft und auf dem Trupp, Alkohol an allen Ecken....