Der Flugplatz wurde im April 1934 eingeweiht und die kommenden elf Jahre durch die Wehrmacht genutzt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges besetzen am 29. April 1945 sowjetische Truppen, aus Richtung Prenzlau kommend, den Flugplatz.
Die sowjetischen Truppen nutzen den Flugplatz für einige Jahre fliegerisch, unter anderem mit einem Nachtjagdgeschwader. Unterkünfte und sonstige Gebäude finden Verwendung als Garnison für Luftlandetruppen und als Internierungslager.
Im Rahmen der Bodenreform 1946–47 werden Teile des Flugplatzes, der Unterkünfte und anderer Gebäude abgerissen und als Baumaterial für Neubauten in den umliegenden Gemeinden genutzt.
Im Jahre 1956 verlassen die letzten sowjetischen Truppen Neubrandenburg und am 5. September des gleichen Jahres übernehmen Vertreter der Nationalen Volksarmee die Garnison Trollenhagen. In den folgenden Jahren erfolgt die Beseitigung der umfangreichen Schäden auf dem Flugplatz, bevor im Oktober 1961 das Jagdfliegergeschwader 2 und der neu eingerichtete Stab der 3. Luftverteidigungsdivision ihren Dienst aufnehmen.
Unterstützt wird das JG-2 durch das Fliegertechnische Bataillon 6, das am 01.12.1959 aus der Fliegertechnischen Basis Rothenburg/Görlitz gebildet wird. Am 01.12.1961 erfolgt die Umbenennung in Fliegertechnisches Bataillon 2 und Übernahme in den Bestand der 3. LVD in Trollenhagen.
Die ersten Flugzeugfanganlagen werden 1964 eingebaut. In den folgenden Jahren gehören dem JG-2 verschiedene Flugzeugmuster an, hier eine kurze Auflistung: - Ende Nov.1987 Übernahme der MiG-21SPS vom JG-1 und Beginn der Aussonderung MiG-21PFM, - 1989 Übernahme von einsatzfähigen MiG-21M des aufzulösenden JG-7 und Übergabe der zu verschrottenden MiG-21SPS an JG-7 - als Perspektive Einrüstung mit MiG-29. So das beide LVD je ein Geschwader MiG-29 im Bestand hätten.
Im Zuge einer Reformierung der Streitkräfte im Jahr Frühjahr 1990 wurde aus dem FTB 2 die Flugplatzbasis 33.
Im Rahmen der Wiedervereinigung und Auflösung der Nationalen Volksarmee war am 27.09.1990 der letzte Flugtag beim Jagdgeschwader 2 „Juri Gagarin“ und somit auch der letzte Flugtag eines auf dem Flugplatz Trollenhagen beheimateten Fliegenden Verbandes. Flugzeugbestand des Jagdfliegergeschwaders 2 „Juri Gagarin“ am 30.09.1990: 31 MiG-21M, 12 MiG-21SPS/K, 8 MiG-21UM.
Die Flugplatzbasis 33 (eine Zusammenfassung rückwärtiger Dienste eines Geschwaders) bildet die Grundlage für den Aufstellungsstab Luftwaffenversorgungsregiment 5, der am 3. Oktober 1990 eingerichtet wird.
Im Beisein von Neubrandenburgs Oberbürgermeister erhält das Luftwaffenversorgungsregiment 5 am 27. September 1991 seine Truppenfahne und wird am 1. Oktober 1991 in Dienst gestellt. Erster Kommandeur wird Oberst Priller. Mit dem Luftwaffenversorgungsregiment 5, dem personell stärksten Luftwaffenversorgungsregiment, wird ein großer Verband der „Neuen Bundeswehr“, allerdings kein fliegerischer, in Neubrandenburg heimisch.
Eine der ersten Aufgaben wird in der Folgezeit die Abstellung von ca. 6000 Kraftfahrzeugen im Rahmen MDSG auf großen Teilen der Flugbetriebsflächen. In den kommenden Jahren erfolgen umfangreiche Baumaßnahmen auf dem Fliegerhorst, unter anderem ein Anti-Skid-Belag für die Start- und Landebahn in den Jahren 1992–93, Restaurierung von zwei noch erhaltenen Werfthallen und Einrüstung von PAR 80 und TACAN.
Im Nordwesten des Flugplatzes entsteht die zivile ‚Flughafen Neubrandenburg-Trollenhagen GmbH‘ mit einem modernen Gebäude für die Passagierabfertigung und Luftaufsicht.
Aus dem Katalog: Objekt: Die nordöstlich des Flughafens und unmittelbar an die Hauptrollbahn angrenzende Gewerbefläche ist Bestandteil der genehmigten Luftverkehrsanlage und ist daher ausschließlich der Realisierung von luftaffinem Gewerbe vorbehalten. Das Grundstück ist mit ehemals militärisch genutzten Zweckbauten, überwiegend aus den siebziger Jahren bebaut: 12 Shelter (GDF) mit Rolltoren und je 415 m² Nutzfläche, 2 erdüberdeckte Lagergebäude mit je 138 m² Nutzfläche, 1 Dienstgebäude mit ca. 724 m² und untergeordnete bauliche Anlagen wie Trafostation, Wasserwerk und sonstigen technischen Anlagen. Die Anlagen sind durch betonierte Rollwege miteinander verbunden. Es ist Sache des Erwerbers weitergehende Netz- und Systemtrennungen sowie darüberhinausgehende Erschließungsmaßnahmen in Abhängigkeit des von ihm angestrebten Nutzungskonzeptes zu realisieren und eine neue Oberflächenentwässerung zu schaffen. Die „nördliche Shelterschleife“ ist über das Flugplatzgelände (Fremdgrundstück) zu erreichen. Weiterhin besteht eine einspurige Straßenanbindung an die Ortslage Neverin sowie eine weitere an die K 73. Diese beiden Zufahrten gehören zum Verkaufsgegenstand. Ein Energieausweis ist nicht erforderlich, da die aufstehenden Gebäude nicht bzw. nicht mehr beheizbar sind. Grundstück: ca. 361.328 m², 13 Flurstücke Nutzfläche: insgesamt ca. 5.980 m² Mindestgebot: € 49.000,-*
Eine Ergänzung zu den FB3-Bunkern NMP/HLR und FMP/HLR in Neubrandenburg: Ursprünglich standen hier zuerst nur FB-3-Bunker. 1977 oder 1978 sind diese durch Schutzbauwerke vergrößert wurden. Die Bezeichnung ist mir nicht bekannt. In dem Schutzbauwerk gab es folgende Räume: Aggregateraum mit VDEA-15, Toilette, Aufenthalts- und Ruheraum mit Einbauküche (3 Doppelstockbetten), Lüfter- und Filterraum, Materiallagerraum, Kabelverteiler-Raum mit Impulsfeueranlage (nur NMP) und der große Betriebsraum mit Lüfter- und Klimaanlage und Fernwirksystem FCS-423 (oder 421 ?!?). Alles zusammen ist schon ein größerer Erdhügel. Auf dem NMP standen die Neoncodeleuchtfeuer (KNS-1P und KNS-8E). Also alles war doppelt vorhanden.
In den LSK/LV der NVA waren Nachrichten-und Flugsicherungstruppen für die Sicherstellung der Verbände mit Nachrichtenverbindungen und -mitteln jeder Art sowie für die örtliche Flugsicherung der Geschwader zuständig. Ein derartiger Bestandteil der Nachrichten-und Flugsicherungstruppen war das Nachrichten u. Flugsicherungsbataillon-2 ( NFB-2) auf dem Flugplatz Trollenhagen. Deren Entwicklung soll hier auszugsweise dargestellt wird.
Bereits in der Entwicklung/ dem Aufbau der künftigen Luftstreitkräfte der DDR in der Kasernierten Volkspolizei (KVP) sicherten Technische Abteilungen als Vorläufer der späteren Fliegertechnischen Bataillone (FTB) sämtliche bodenständigen Merkmale für die Fliegergeschwader..
Diese Zeitspanne reicht zurück bis zum Jahre 1953 - der Geburtsstunde der flugsicherungstechnischen Sicherstellung. Mit Bildung der "Verwaltung der Aeroklubs " im Jahre 1953 erhöhte sich die Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit für das entfaltete Nachrichten-und Flugsicherungssystem.. Während der Zugehörigkeit zur Hauptverwaltung Ausbildung und später zur KVP wurden D2-Einheiten ( = Nachrichtenkompanien) aufgestellt. Diese sicherten hauptsächlich die Ausbildung von Nachrichtenkräften und den Betrieb von stationären Nachrichtenzentralen ( Fernsprech-, Fernschreib -u. Funkverbindungen) an der unterschiedlichen Flugplätzen wie Cottbus, Bautzen und Kamenz sowie Preschen, Drewitz...
Nachfolgend endete die Eigenständigkeit der D2-Einheiten durch Integration in die neu gebildeten Fliegertechnischen Bataillone ( FTB).
Im Rahmen der Verlegung des Fliegergeschwaders-2 zum Flugplatz Trollenhagen/Neubrandenburg verlegte auch dessen FTB-6 zum Flugplatz Neubrandenburg.. Das JG und FTB-6 waren im Bestand der 1. Luftverteidigungsdivision Cottbus. Dort erfolgte die Sicherstellung des Flugdienstes unter einfachen Wetterbedingungen.
Die Flugsicherungskompanie (FSKP) bestand aus:. 1 Funkzug, 1 Fernsprechzug und 1 Flugsicherungszug. Technik Funkzug: 2x R-118 BM (KW); 1x R-814 (UKW) mit 1x R-801 auf Kfz SIS-3 Achsen; 1x SKP Hänger-2 Achsen) mit 1x R-800 (4 Kanäle), 1x R-809 und 1x R-811. Technik Fernsprechzug: a-mot ( später LFK-9) auf Kfz-30 ( später LO-1800) ; b-mot ( OB-Vermittlung) auf Kfz G-5; c-mot ( Kabeltransporter und Kabelverleger) auf je einem G-5, Fernschreibtrupp c-mot, Stabsbautrupp ( später Nachrichtenwerkstatt und L-7 Trupp). Technik Flugsicherungszug: 2x PRM49 (Funkfeuer) auf SIL-164; 1x APR-6 ( Peiler) auf Kfz SIL-164; 1x R-914, 1x R-800 auf Hänger SKP.
Im Zuge einer Strukturänderung erfolgte im Jahre 1961 eine Umbenennung von FTB-6 auf FTB-2 . Jedes FTB trug die takt. Zahl des zugehörigen Geschwaders. Hier JG-2 Trollenhagen- dann FTB-2.
Durch Zusammenführung von Flugsicherung und D2-Nachrichten entstand im FTB die Nachrichten u. Flugsicherungskompanie ( NFSK) und hat eine Stärke von 100 Soldaten. Das JG-2 wird von der 1. Luftverteidigungsdivision zur 3. Luftverteidigungsdivision umunterstellt und damit auch das FTB-2. Ebenfalls 1961 begann der Ausbau der Außenpunkte ( FMP/NMP) des Flugplatzes mit Baracken- vorher gab es dort nur ausrangierte Eisenbahnwaggons.
1966 die nächste Strukturänderung. Aus der NFSK werden gebildet: 1 Nachrichtenkompanie mit 1 Funkzug und 1 Fernsprechzug sowie 1 Flugsicherungskompanie mit 1 Funksendezug, 1 Lichtmittelzug und 1 RSP-5 Zug.
Ab 1972 erfolgte die Sicherstellung von Landungen auf dem Manöverplatz WARBELOW. Es erfolgte die Zuführung eines MLOK-p. Dieser Manöverflugplatz WARBELOW erhält ab 1973 einen ständigen Nachrichten/Flugsicherungszug.
1976- große Umstrukturierung der Nachrichten/Flugsicherungstruppen der LSK/LV NVA. Aus der Nachrichtenkompanie und der Flugsicherungskompanie werden die 1. Nachrichten/Flugsicherungskompanie (NFSK) ( Mobile Kompanie) und die 2. NFSK ( stationäre Kompanie) gebildet. Aus dem Bestand der Nachrichtenkompanie wird zudem ein Nachrichtenzug aufgebaut und zum Standort Pragsdorf zur Sicherstellung des Gefechtsstandes JG-2 kommandiert. Es erfolgt Beginn des Ausbau der Außenpunkte des Flugplatzes ( 1000m-Punkt und 4000m-Punkt mit Bunkern Typ FB-3 und gleichzeitige Realisierung der Fernbedienung der Außenpunkte der HLR über Fernwirkanlage FCS. Deren Einbau erfolgte durch NFWL-14.
Übernahme der Sicherstellung des Flugdienstes des JG-2 vom Flugplatz Garz/Usedom für 2 Monate im Jahre 1979. Denn die Außenpunkte des Flugplatzes Trollenhagen erhalten neue Bunker unter Außerbetriebsetzung der alten Flugsicherungsanlagen.
Das JG-2 übte im Jahre 1980 erstmals Starts und Landungen auf den Autobahnabschnitt (ABA) Netzeband. ABA Netzeband wurde Manöverflugplatz JG-2. Dem NFB-2 wurde erstmals die Sicherstellung einer derartigen Aufgabe übertragen.
Zum Jahre 1981 folgte die nächste Umstrukturierung der Nachrichten/Flugsicherungstruppen ( NFT) in den LSK/LV. Aus den Nachrichtenkompanien und Flugsicherungskompanie der FTB wurde auf den jeweiligen Flugplätzen die eigenständigen Nachrichten-und Flugsicherungsbataillone ( NFB) gebildet.
Damit Bildung des NFB-2 auf dem Flugplatz Trollenhagen. In diesen Bestand gingen ein: die 1. und 2. Nachrichten/Flugsicherungskompanie (NFSK) als Flugsicherungskompanie, der Nachrichtenzug Pragsdorf wurde zur Nachrichtenkompanie Pragsdorf und ins NFB-2 unterstellt, sowie der NF-Zug Warbelow. Neu aufgebaut wurde der Stab des NFB-2 und die Nachrichten-und Flugsicherungswerkstatt.
Im Jahre 1984 kam ein Ausbau der Gedeckten Flugleitung (GDFL) hinzu als der Geschwaderführungspunkt auf dem Flugplatz. Zu diese GDFL erfolgte die Einführung von Tochtersichtgeräten des WISP-75 und RSP-10. Der 1000m -Außenpunkt der Nebenladerichtung wurde in Truppeneigenleistung neu erbaut.
Dem folgte 1986 in Truppeneigenleistung der Bau eines Erdhügels für PRW-16.
Zum 03.10.1990 wurde das NFB-2 befristet zur Bundeswehr übernommen. Teile des NFB-2 gingen zur Fliegerhorstgruppe Trollenhagen über. Die Abwicklung des milit. Teil am Flugplatz Neubrandenburg/Trollenhagen wurde mit der Neustrukturierung der Bundeswehr im Jahre 2011 verkündet.