In Basepohl ist wohl mal eine Mi-2 abgestürzt, 2 Resis sind dabei ums Leben gekommen. Ursache angeblich: war das Hauptgetriebe..... Genosse Pilot hat überlebt und hat als Entschädigung eine Mi-9 bekommen.. Die Mi-2 "soll angeblich" in einen kleinen Tümpel auf den FP versenkt worden sein. Wer weiß ?
Eigentlich ist die Kaserne Basepohl doch ein recht junger NVA Standort gewesen. Basepohl als Armeestandort wurde 1974 von der NVA bezogen.
Neben dem Hubschaubergeschwader KHG-5 und Sicherstellungseinheiten des Flugplatzes galten FRR-5 und FuTB-5 auch zum Standort Basepohl. Obwohl die nicht auf dem Flugplatz stationiert waren.
Zuerst kam eine Staffel Hubschrauber Mi-8 des Hubschraubergeschwader-35 Briest/Brandenburg nach Basepohl. Aus dieser Staffel entstand dann das Hubschraubergeschwader-54 Basepohl. Anfang der 1980ger dann als Kampfhubschraubergeschwader-57 Basepohl mit Kampfhubschrauber Mi-8 und Neuzuführung Mi-24. Bis dahin unterstellt den Luftstreitkräften der NVA. Dem folgte die Umbenennung zum Kampfhubschraubergeschwader-5 Basepohl und Neuunterstellung zu den Landstreitkräften Militärbezirk V in Neubrandenburg.
Andy schrieb: Wahrhaftig riesig war die Kanzel des Towers in Basepohl. Dieser war auf einem 3 etagigem Plattenbau aufgesetzt und ließ einen guten Überblick über die Flugzone auf dem Gelände zu. Einige gute Bilder zur Verdeutlichung sind unter http://web251.webgo24-server8.de/heliport/ aufrufbar. Ein Stahlgittermast war direkt auf dem Flachdach des Gebäudes installiert und einer unmittelbar neben dem Gebäude. Letzerer diente den Flugfunkantennen als Basis. Auf dem zweiten Bild in der oberen Reihe ist an der vorderen rechten Ecke der Plattform noch deutlich eine Antenne VU 001 Cs aus Cottbuser NFWL Fertigung erkennbar. Davon wurde nach der Wende an jeder Ecke der Plattform eine Antenne auf einem Mastrohr von der RT 415/417 installiert. In der geräumigen Kanzel wurden 2 Systeme FG 10 mit je 2 R-863 und entsprechenden EMS Pulten für die Bedienung installiert.
Der Aufbau war mit einigen Hindernissen und unserer vorläufigen Festnahme durch einen Wachmann gekennzeichnet. Wir nächtigten in einem Gebäude neben dem Tower. Als wir am Abend vom "Ausgang" in die Kaserne wollten, verweigerten uns die Wachleute zuerst den Zutritt zum Platz ... Dialog: Was wollt ihr hier? Wir antworteten: Schlafen Antwort: Hier wohnt keiner und wir standen vorm Tor. Nach einiger Überzeugung kamen wir doch hinein und latschten durch ein offenes Tor der Flugfeldumzäunung über das damit nicht abgesperrte Flugfeld in Richtung Tower. Die Hubschrauber Mi 24 quasi bereits außer Betrieb und demilitarisiert. Nur wenige Schritte hinter dem offenen Tor erreichte uns der Aufschrei eines Wachmannes und ein hungriger Hund saß knurrend vor uns .... gem. seiner Meinung würde das eine Sperrzone sein. Unsere Meinung das diese gekennzeichnet sein müsste, wurde damit abgetan das weiß hier jeder. So verbrachten wir etwa 10 Minuten, bis der aufgelöste OvWa auftauchte. Dieser war erlöst das wir es waren ... er befürchtete schlimmeres. Die seltsamen Reaktionen an der Wache und auf dem Gelände waren wohl auf ein Vorkommnis in dieser Zeit an einem anderen Standort zurückzuführen und alle waren leicht nervös.
In der Januar-Ausgabe 2012 der Zeitschrift LOYAL wurde von Seite 6 bis 13 über die KSK-Ausbildung auf dem Flugplatz berichtet. Hubschrauber sind dort auch im Einsatz und Sprengstoff kommt auch zum Einsatz. Die Flugleitung hat natürlich auch Ihre entsprechende Nachnutzung erfahren .......
Andy schrieb: Ich denke ein nicht öffentlich einzusehendes Gelände bietet sich da an. Soll ja nicht jeder sehen was und wie geübt wird. Durch die Polizei werden z. B. auch alte nicht mehr genutzte Gebäude in Bw Kasernen genutzt. Als Beispiel dazu ein altes Gebäude im Kasernengelände in Köln-Wahn. Vorher wurden alte leerstehende Häuser (z. B. vorher von der belgischen Armee genutzte) im Stadtgebiet Köln genutzt. Das kam bei der Bevölkerung nicht so gut an, da einmal dadurch ein Brand in diesem ausgelöst wurde.
Kampfhubschrauber galten ja als Angriffselement im Gefecht zur Niederhaltung und Ausschaltung des Gegners. Mir stellt sich dabei die Frage, wer von den Landtruppen eher gemeinsam mit den KH ins Gefechts zog- die MSD oder die PD ?
Bewaffnung Mi-8TB: Die Bewaffnung eines Mi-8TB bestand in der Regel aus 6 UB-32 Raketenbehälter mit insgesamt 192 Raketen 57mm, 6 Panzerabwehrraketen "Maljutka" und einem 12,7mm Bug-MG.
Historisch betrachtet kamen bewaffnete Hubschrauber herauf um 1970 mit Einführung der Leopard2 und Panzerabwehrhubschrauber in der Bundeswehr. Nicht die NVA oder DDR-Führung ( wie oft zu lesen ist ) erwog daraufhin die Bildung von "Kampfhubschrauberstaffeln"- sondern der Befehlshaber GSSD forderte dies über sowjet. Generalstab und VOK. Denn gleichzeitig wurden auch in der GSSD bewaffnete Hubschrauberformationen aufgestellt. Um 1980 folgte der Aufbau von Armeefliegerkräften in den sowjetischen Streitkräften- voran in der GSSD. Damit verbunden war die Forderung der sowjetischen Seite auf entsprechende Beteiligung der NVA. Dem dann Bildung FOFAFK folgte mit Aufstellung der 2 Kampfhubschraubergeschwader und deren Ausstattung mit Kampfhubschtraubern Mi-24. Insbesondere die Einführung dieser Kampftechnik in die NVA war frühzeitig in den Beschlüssen des Technischen Komitee VSK zu verfolgen.
Kampfhubschrauber waren gleichwohl zur Unterstützung von Panzerverbänden als auch von Mot-Schützen Verbänden zu verzeichnen. Also im Angriff Unterstützung von Stroßkräften der Panzerverbände um noch vor deren Spitze die gegnerischen Abwehrmittel auszuschalten. Aber auch in der Verteidigung zur Schwächung und Niederhaltung des Gegners sowie zur zeitnahen Bekämpfung von Angriffskräften des Gegners (Panzer) in deren Bereitstellungsräumen in Frontnähe.
804 Basepohl, Gnoinen, Tribsees, Franzburg, Dornbusch, Samtens, Rakow, Warrenzin, Basepohl Flughöhe: 15 - 600 m ( Flüge im Ostseeraum/ Einsatzraum MHG-18 waren abzustimmen- für Abstimmung stand eine direkte Fernsprechverbindung nach Parow Tower-Tower zur Verfügung)
805 Basepohl, Gnoien, Tribsees, Dummerstorf, Jürgenshagen, Kassow, Bellin, Mamerow, Remplin, Basepohl Flughöhe: 50 - 600 m (nach Abstimmung mit dem Flugplatz Laage - für die Abstimmung stand eine direkte Fernsprechverbindung Tower-Tower zur Verfügung)
806 Basepohl, Altentreptow, Neubrandenburg, Friedland, Groß Kiesow, Sassen, Warrenzin, Basepohl Flughöhe: 600 m, 1200 m
807 Basepohl, Altentreptow, Friedland, Ferdinandshof, Mönkebude, Lassan, Klein Bünzow, Jagetzow, Basepohl Flughöhe: 50 - 400 m
Jeder Flugtag mit seinen Flugstrecken war zuvor mit Wünsdorf VHZ-14 abzustimmen. Die Flugplanung war in Wünsdorf zur Bestätigung vorzulegen. Zudem war JEDER Flug zum GS-33 Cölpin zu melden.
In der Zeit Zugehörigkeit des KHG-57 zu FOFADK Strausberg verfügte das KHG über mehrere Fernsprechverbindungen zur Führungsstelle des FOFAFK. 1x zur Führung DH- DH / 1x zur Flugleitung / 1x zum DNF / Wetter zur FWW Cölpin.
Als KHG-3 der LaSK meldete die Flugleitung die Flüge zum Chef Armeefliegerkräfte MB5/ 5. Armee und zur VHZ-14.
Eigentlich begann die milit. Geschichte in Basepohl mit Bau einer Kaserne und 1974 mit Verlegung der FuTK-5 von NB/Fünfeichen zur neuen Kaserne Basepohl, um dann dort zum FuTB-5 aufzuwachsen. Am 01.12.1974 erfolgte dann die offizielle Übergabe der Kaserne mit Indienststellung des neuen FRR-5. Das FRR-5 erhielt dort an der Straße nach Ivenack auch eine DHS-Stellung zur Teilnahme am DHS der Luftverteidigung der DDR. Erst zum 01.11.1975 folgte die Aufstellung des HG-54. Das HG-54 und nachfolgend KHG-57 waren noch dem Kdo LSK/LV direkt unterstellt. Erst zum 30.09.1982 erfolgte Unterstellung zum FOFAFK. 01.12.1977 folgte dann Aufstellung der Beweglichen Fla-Raketen-Technischen Basis -5 (BFRTB-5).