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 Übungen der Luftwaffe
MMM Offline




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24.09.2018 22:16
Kooperationen Antworten

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, und der Chief of the Air Staff der Royal Air Force (RAF), Air Chief Marshal Sir Stephen Hillier, haben in London eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. In diesem Eurofighter Interoperability Enhancement Programm geht es darum, die bereits bestehenden aber auch künftigen Projekte zwischen den beiden Luftstreitkräften rund um den Eurofighter zu vereinen und voranzutreiben.

Die erste Säule ist Ausbildung und Übung. Beide Streitkräfte möchten ihre Ausbildungsmöglichkeiten miteinander kombinieren, um so Wissen, Erfahrungen und Taktiken zu teilen. Erste Projekte zwischen Briten und Deutschen sind schon angelaufen, die bereits bestehende Kooperation soll vertieft und ausgebaut werden.
Seit August ist ein deutscher Luftfahrzeugführer beim britischen Typhoon-Geschwader in Coningsby stationiert. Der Offizier ist dort als regulärer Pilot eingesetzt, unterstützt die Briten bei ihrem täglichen Flugbetrieb und sammelt wertvolle Erfahrungen, die er später als Multiplikator im Heimatgeschwader weitergeben kann.
Für das kommende Jahr ist geplant, zwei weitere deutsche Piloten nach Coningsby zu schicken, damit sie dort ihren sogenannten B-Kurs absolvieren. Dieser Lehrgang dauert sechs Monate und befähigt die jungen Luftfahrzeugführer, den Eurofighter zu fliegen. Anschließend werden sie drei weitere Jahre bei der RAF als Piloten eingesetzt. Im Gegenzug sollen zwei angehende britische Piloten zusammen mit ihren Kameraden der Luftwaffe ausgebildet werden.

Bei der zweiten Säule geht es daher um Partnerschaften zwischen Verbänden, dem sogenannten Twinning. Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 ''Steinhoff'' in Laage und die Royal Air Force Station Coningsby sind die jeweiligen Ausbildungszentren für Eurofighterpiloten und werden zukünftig Twinning-Partner. Durch die Zusammenarbeit sollen gemeinsame Projekte und Innovationen „von unten nach oben“ vorangetrieben werden, um den täglichen Dienst mit und rund um den Eurofighter zu verbessern.

Dritte Säule.Nicht nur im fliegerischen, sondern auch im technisch-logistischen Bereich, der dritten Säule, wollen RAF und Luftwaffe enger zusammenwirken. Gerade bei gemeinsamen Übungen und Verlegungen könnte durch Annäherung der Verfahren und Arbeitsweisen sinnvoll Arbeitskraft und Zeit eingespart werden. Der sogenannte Footprint, die Anzahl des zu verlegenden Personals und Materials, soll zukünftig bei gemeinsamen Vorhaben kleiner werden.

Die vierte und letzte Säule dreht sich um die Weiterentwicklungen des Eurofighters. Die ursprüngliche Konfiguration und Planung des Kampfjets ist bereits Jahrzehnte her. Dies bedeutet aber nicht, dass er nicht trotzdem ständig aktualisiert und modernisiert wird. Die Einsatzszenarien des Eurofighters ändern sich über die Jahre, aber auch die Technik wird moderner. Das Waffensystem muss daher stets angepasst werden, um möglichst effektiv zu sein. Dies reicht von moderneren Kommunikationsmitteln, über schnellere Datenübermittlung bis hin zu einem neuen Radargerät. Bei solchen Weiterentwicklungen und Neuerungen möchten beide Luftstreitkräfte zukünftig von Beginn an ihre Gedanken und Vorstelllungen teilen und abstimmen, denn die Basis erfolgreicher Zusammenarbeit ist größtmögliche Interoperabilität.

Ich finde, der richtige Weg zur Verzahnung der Bündnispartner.

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