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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Flugbereitschaft BmVg
Bruchpilot Offline



Beiträge: 94
Punkte: 178

03.09.2019 17:24
Global5000 Antworten

Nach der dramatischen Notlandung eines Regierungsflugzeugs im April muss die Bundeswehr die Maschine vom Typ "Global5000" ausmustern. Nach SPIEGEL-Informationen teilte der Hersteller dem Generalinspekteur der Bundeswehr kürzlich mit, dass an dem Jet ein Totalschaden vorliegt.
Dem Flugzeugbauer Bombardier zufolge wären die Reparaturkosten wegen der erheblichen Schäden an den Tragflächen und am Fahrwerk deutlich höher als der Marktwert des Jets.
Der Jet mit der militärischen Kennung 14+01 war am 16. April zu einem Probeflug nach einer routinemäßigen Inspektion bei Bombardier in Berlin-Schönefeld abgehoben. Schon kurz nach dem Start verloren die Piloten die Kontrolle, da ein wichtiges Teil der Steuerung bei der Instandsetzung falsch installiert worden war. Bei der riskanten Notlandung verfehlte die "Global" zuerst die Landebahn, beide Tragflächen touchierten den Boden. Anschließend schlitterte der Jet über den Rasen, rammte ein Hinweisschild und kam dann erst zum Stehen.

In den vier Monaten seither machten Techniker gravierende Schäden an der "Global" aus. Den Marktwert des Jets, der seit 2011 Teil der Regierungsflotte ist, taxiert Bombardier auf acht bis elf Millionen Euro. Eine Reparatur wäre teurer, da drei der vier Holme zur Aufhängung der Tragflächen und das komplette Fahrwerk ausgetauscht werden müssten. Eine solche Grundüberholung wäre zudem riskant, da viele Bauteile für die "Global" gar nicht mehr verfügbar sind.
Im Verteidigungsministerium plädieren die Fachleute wegen der Kostenschätzung dafür, den beschädigten Jet auszumustern. Abseits von der Frage der Wirtschaftlichkeit halten Fachleute eine Reparatur für nicht praktikabel. Demnach müsste der Jet nach einer solchen Instandsetzung in sehr viel kürzeren Intervallen gewartet werden als die anderen Flieger. Für die stark ausgelastete Flotte von Regierungsflugzeugen wäre ein solches Flugzeug kaum sinnvoll einsetzbar, so die Einschätzung.

Interessant dürfte nun die Frage werden, wer für den Schaden an dem Regierungsflieger aufkommt. Der Hersteller Bombardier hat eingestanden, dass seine Techniker in Berlin-Schönefeld ein entscheidendes Bauteil im Cockpit, im Fliegerjargon "torque tube assembly" genannt, falsch eingebaut haben. Das Bauteil ist zentral für die Steuerung. Vereinfacht gesagt gibt es Steuerbefehle der Piloten ans Ruder und die Störklappen auf den Tragflächen weiter.
Der fehlerhafte Einbau hatte dramatische Folgen: Die Klappen auf den Tragflächen reagierten wegen des Fehlers seitenverkehrt, die Piloten verloren die Kontrolle, zeitweise gingen sie in derartig steile Kurven, dass die Maschine mit Fliehkräften von über 5 G belastet wurde und ein Strömungsabriss drohte. In Industriekreisen hieß es, Bombardier werde wegen des Einbaufehlers den Totalschaden wohl bezahlen müssen, sei aber für solche Fälle versichert.

Abhilfe:
Der erste Jet, eine "Global6000" von Bombardier, wird bereits in Kanada getestet und soll noch diese Woche an die Bundeswehr übergeben werden. Zwei weitere werden noch dieses Jahr erwartet. Die neuen "Globals" kommen zunächst in einer Business-Konfiguration und sollen später mit VIP-Kabinen und entsprechenden Sicherheitssystemen nachgerüstet werden. Nochmal Kosten. Könnte ja auch gleich richtig bestellt werden.

Nordflieger Offline



Beiträge: 56
Punkte: 100

26.05.2022 00:07
#2 RE: Global5000 Antworten

Global 6000
Luftwaffe 14+05
05/20

Angefügte Bilder:
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Dauerflieger Offline



Beiträge: 14
Punkte: 18

08.02.2023 17:11
#3 RE: Global5000 Antworten

Die Global 5000 der Flugbereitschaft mit der Kennung 14+01 am 24.11.2016 in Tegel. Nach einer Notlandung am 16.04.2019 in Schönefeld schwer beschädigt und abgeschrieben.

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