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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 45 mal aufgerufen
 KNZ = Nachrichtenzentrale "Visa"
Werner Offline




Beiträge: 49
Punkte: 77

08.01.2021 18:17
Fernschreibtechnik Antworten

F1300 und eine Baltikfahrt
Unser Freund @sas wusste zu berichten:

Zitat
eine zu instandzusetzende F1300 aus Tessin ist auf der Unterseite der Lochstreifeneinheit (Stanzer und Leser) folgende Aufschrift:

m/x. Rostow
16.02.88
n. Leningrad

in Kyrillisch!

Kann jemand was dazu erzählen?
Ist doch interessant wo die F1300 schon waren.

Heinz Offline




Beiträge: 26
Punkte: 50

08.01.2021 18:20
#2 RE: Fernschreibtechnik Antworten

wir haben die F 1300 wohl im Jahr 1985 oder 86 im NBA bei Fernschreib bekommen.
War ja eine deutsche Fernschreibmaschine von Robotron. Nach meinem Dienstende 1987 habe ich sie dann bei der Polizei gehabt, wo ich auch mit Fernschreib zu tun hatte. Mit der Wende ist sie aber dann verschrottet worden, weil es ja nichts (geheimes) mehr zu übermitteln gab. Das die "Freunde" das Gerät auch genutzt haben ist mir nicht bekannt gewesen, bis jetzt jeden falls.
Per 3.10.90 wurden diese modernen FSM auch in der FS-Stelle KNZ raus geschmissen und durch mechanische Siemens-Maschinen der Bundeswehr ersetzt. Die waren noch schlimmer wie unsere alten T51/T63.

Angela Offline



Beiträge: 9
Punkte: 13

08.01.2021 18:22
#3 RE: Fernschreibtechnik Antworten

Grundausstattung: T63 in Fernschreibgehäuse und daneben Fernschaltgerät (FSG) .....und davon dann 10-20 Stück in einem Raum.

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Mechaniker ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2021 18:25
#4 RE: Fernschreibtechnik Antworten

Dafür kamen in dern 80gern elektronische Fernschtreibgeräte von Robotron. Für unsere Verhältnisxse sehr geräuscharm-

F1200
Empfangsschreiber
funktionierte auch als Drucker am PC. Waren bei uns eingesetzt bei den Funkern zum mitschreiben beim MG80 oder bei den Luftlagekoordinaten

Bestimmung:
elektronischer Fernschreiber als Telegrafieendgerät mit Klarschriftausgabe (Blattschreiber)
Verwendung für
- Draht-, Funk- und Richtfunkstandverbindungen
(Informationsübertragung nur in einer Richtung)
- alphanummerische Ausgabe in Mess-, Steuer- und
Rechenanlagen

techn. Daten:
- Art: Blattschreiber
- Kode: Telegrafenalphabet Nr. 2
- Schrittgeschwindigkeit:
umschaltbar 50/75/100 Baud
- Schreibgeschwindigkeit: 400/600/800 Z/min
- Schriftart: variabel
- Druckprinzip: Nadelrasterdruck
- Zeichen je Zeile: 69 - Telegrafiestrom: 16 .. 70 mA
- Telegrafiespannung: max. 130 V
- Netzspannung: 220 V
- Abmessungen: 376 x 378 x 195 mm
- Masse: 13 kg

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Mechaniker ( gelöscht )
Beiträge:

08.01.2021 18:27
#5 RE: Fernschreibtechnik Antworten

F1300 Sende-und Emfangsschreiber
An den normalen Fernschreibplätzen. Dazu waren dann die alten FS-Gehäuse zu entsorgen und an den Arbeitsplätzen mussten lange Tische stehen und auf den Tischen die neuen elektronischen FSM.
Für Funk (Funkfernschreib) hatte ich diese Serie aber nicht im Einsatz gesehen. Auch an den Auslandsmaschinen blieben die T63 samt Gehäuse stehen.
Zum Teil erfolgte Austausch der Standgehäuse auf Tischgehäuse.

Bestimmung:
elektronischer Fernschreiber als komplette Fernschreibendstelle
Sende-Empfangs-Schreiber mit Lochbandgerät überträgt schriftliche Nachrichten bzw. Daten über Stand- und Wählleitungen sowie im Lokalbetrieb
Verwendung für
- Draht-, Funk- und Richtfunkverbindungen
- alphanummerische Ein- und Ausgabe in Mess-,
Steuer- und Rechenanlagen

techn. Daten:
- Hersteller: Messgerätewerk Zwönitz
- Art: Blattschreiber
- Kode: Telegrafenalphabet Nr. 2
- Schrittgeschwindigkeit:
umschaltbar 50/75/100 Baud
- Schreibgeschwindigkeit: 400/600/800 Z/min
- Schriftart: lateinische und kyrillische Groß-
buchstaben
- Telegrafiestrom: 20 .. 70 mA
- Telegrafiespannung: max. 130 V
- Druckprinzip: Nadelrasterdruck
- Tastatur: elektronisch, schreibmaschinentypisch
- Netzspannung: 220 V
- Masse: 31 kg
- Abmessungen: 540 x 550 x 255 mm

Lochbandgerät
- Kode: 5 Bit
- Geschwindigkeit: max 800 Z/min (100 Baud)

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Madsen Offline




Beiträge: 48
Punkte: 55

08.01.2021 18:29
#6 RE: Fernschreibtechnik Antworten

Erstausstattung waren aber Fernschreiber F1100. Bei euch sicher auch. Die 1300 kamen später als modernere Variante

https://www.youtube.com/watch?v=0i7op_SrBWI

Werner Offline




Beiträge: 49
Punkte: 77

08.01.2021 18:31
#7 RE: Fernschreibtechnik Antworten

Als dann die Bundeswehr kam, musste unsere Technik wegen Gefahr für Leib und Leben raus und uralte Siemenstechnik rein. Wer weiß aus welchem Lager das noch zusammengetragen wurde. Jedenfalls war das keine Verbesserung für die Fernschreiber.
Wobei die Auslandsverbindungen eh abgeschalten worden sind. Nur Warschau und Prag blieb noch bestehen.

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