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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 275 mal aufgerufen
 Sonstiges FRT
Kolpak Offline



Beiträge: 47
Punkte: 63

04.08.2021 21:23
S-125 Antworten

Eine Frage an die S-175 Spezialisten. Die S-75 bekam Druckluft zur Steuerung. Wie wurde die Steuerung der S-125 realisiert?

Thomas Offline



Beiträge: 61
Punkte: 85

04.08.2021 21:26
#2 RE: S-125 Antworten

Laut Hartmut Hädicke (ehem. Kdr FRA-4333,
In den Raketen von S 125 befand sich ein Kugelbehälter für Druckluft (400 bar).
Damit wurde die Rudermaschine unterstützt und über einen Turboelektrogenerator erfolgte die Stromversorgung nach dem Start.

Daniel Offline



Beiträge: 14
Punkte: 34

06.02.2022 21:45
#3 RE: S-125 Antworten

RLS S-125
(Raketen-Leit-Station)

Die vier Blöcke an der Rückwand dienten zur Steuerung der Vorbereitungszeiten der Raketen auf den vier Startrampen. Dann kommen der Schrank von Funkorter F 2 mit den Sichtgeräten vom Funkmeß- und dem teleoptischen Visier und dem Handrad zur Steuerung der Antennenanlage der RLS. Es folgt der Arbeitsplatz vom Leitoffizier mit den Sichtgeräten in den Ebenen F1 und F2 im Maßstab 80 und 40 km. Nach der Übergabe der Zielbegleitung an die Funkorter arbeitete der Leitoffizier als Funkorter für die Entfernungsbegleitung des Zieles. Am Rundsichtgerät neben dem LO saß der BC zur Organistion der Vorbereitung der Raketen und der Auswahl der Startrampen für die startbereiten Raketen, die der Leitoffizier auf Befehl des Kommandeurs startet. Auf diesem Sichtgerät konnte man den Seitenwinkel des Zieles und die Grenzen der Vernichtungszone für das Ziel bestimmen.
(Hartmut Hädicke)

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Peters Offline



Beiträge: 18
Punkte: 30

07.02.2022 21:41
#4 RE: S-125 Antworten

Linke Seite war das SKE (System zur Kommandoerarbeitung). Hier wurden die Lenkkommandos für die beiden Raketenkanäle erarbeitet. Danach kommt das Koordinatensystem für die Ermittlung der Zielkoordinaten in den Ebenen F 1 und F 2 der Zielentfernung sowie der Bestimmung Raketenkoordinaten. Aus der Differenz zwischen Ziel- und Raketenkoordinaten wurden dann die Lenkkommandos für die beiden Raketen berechnet.
Danach kommt das Tochtersichtgerät.
Das war der Arbeitsplatz des Kommandeurs. Hier konnte er wahlweise die Luftlage von der RBS P 15 oder P 12 draufschalten.
Als letzter Schrank vor dem Funkorter kam noch der Imitator. Hier wurden künstliche Ziele und imitierte Raketen erzeugt. Das wurde für die Funktionskontrolle der Raketenleitstation und die Ausbildung der Gefechtsbesatzung benötigt.

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Kolpak Offline



Beiträge: 47
Punkte: 63

08.02.2022 21:34
#5 RE: S-125 Antworten

Arbeitsplätze vom Leitoffizier, Batteriechef der Startbatterie und der Funkorter in der UNK.

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Newa Offline



Beiträge: 8
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09.02.2022 21:17
#6 RE: S-125 Antworten

Der technische Stand UNK entsprach im wesentlichen dem von Wolchow. Die UNK war ja auch als Sattelauflieger etwas länger. Dazu kam ja auch, dass wir nur zwei Raketenkanäle (bei S 75 waren es drei) hatten und für die Vorbereitung der Raketen brauchten wir für vier Startrampen auch zwei Einschübe weniger. Der wesentliche Vorteil waren die Feststofftriebwerke für die Start- und Marschstufe. Da entfiel die aufwendige Betankung der Raketen. Wir brauchten nur die Luftbetankung (400 bar) für den Turboelektrogenerator zur Erzeugung der Bordspannung (keine Batterie mehr notwendig dadurch längere Lagerfähigkeit) und für die Rudersteuerung. Beim Stellungswechsel sparten wir auch Zeit, weil die Antennenanlage der UNW komplett mit der Hand abgebaut wurden. das war zwar ein ganz schöner Kraftakt, aber ohne Kran möglich.

Newa Offline



Beiträge: 8
Punkte: 8

09.02.2022 21:28
#7 RE: S-125 Antworten

Mit Genehmigung eines tschechischen Freundes der LV sein Foto vor dem UKS 400 (8Sch31), neben sich das Gerät zur Messung der Luftfeuchtigkeit.

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Kolpak Offline



Beiträge: 47
Punkte: 63

03.11.2022 14:13
#8 RE: S-125 Antworten

1972 wurde die 43.FRBr. als erstes Truppenteil der LSK/LV mit 4 Komplexen S 125, NEWA, ausgerüstet.
Dabei waren zwei FRA mit Vierlings- und zwei mit Zwillingsstartrampen ausgerüstet. Anfangs ging die Technik mit Vierlings-Rampen in die zwei westlichen FRA (FRA 438 Kirchdorf, Insel Poel, und FRA 437 Bastorf bei Kühlungsborn).
Die "Zwillinge gingen also in die FRA 436 Nienhagen bei Warnemünde und FRA 435 Barhöft bei Stralsund. Später wurden auch die 435 und 436 mit Vierlingsrampen ausgestattet.
Die Zwillingsrampen gingen meines Wissens nach an die Ausbildungseinrichtungen (OHS und Uffz.-Schule).

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Newa Offline



Beiträge: 8
Punkte: 8

08.06.2023 15:12
#9 RE: S-125 Antworten

Links ist der Arbeitsplatz des Leitoffiziers und daneben, am Rundsichtgerät, arbeitete der Batteriechef u. a. zur Vorbereitung der Raketen und der Auswahl der Startrampen von denen gestartret werden konnte.

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Newa Offline



Beiträge: 8
Punkte: 8

08.06.2023 15:13
#10 RE: S-125 Antworten

Die Arbeitsplätze der Funkorter F1 und F2 mit den Bildschirmen des Teleoptischen Kanals. Rechts daneben müsste der Imitatorschrank sein. Er diente zur Nachbildung der Flugbahnen von Ziel und Raketen für die Funktionskontrolle und für die Ausbildung der Gefechtsbesatzung.

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Rakete Offline



Beiträge: 73
Punkte: 117

15.10.2023 21:47
#11 RE: S-125 Antworten

UNW

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Meteor4 Offline



Beiträge: 9
Punkte: 17

06.04.2024 21:52
#12 RE: S-125 Antworten

ein Schießen auf ein tieffliegendes Ziel .
Bei uns war es so das die Flugbahn der Rakete angehoben wurde und die Rakete von oben auf das Ziel gelenkt wurde. Der Hauptgrund dafür war, um bei Beginn des gelenkten Flugabschnittes und dem Einschwingen auf die Flugbahn eine Berührung mit der Erdoberfläche auszuschließen. Das gleiche gilt auch bei Manövern von Zielen in extrem geringen Höhen.
Ich nehme an, das es bei dem BUK analog gelöst wurde, denn die physikalischen Voraussetzungen sind ja nicht anders.
Bei der hier dargestellten Flugbahn geht es bestimmt auch um die Zielvernichtung an der nahen Grenze der Vernichtungszone.

Hartmut Offline



Beiträge: 39
Punkte: 55

21.04.2024 22:14
#13 RE: S-125 Antworten

1973 waren die NEWA's noch bei den WOLCHOW-Abteilungen untergebracht.

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