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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 51 mal aufgerufen
 KNZ = Nachrichtenzentrale "Visa"
Neuzeit Offline




Beiträge: 1
Punkte: 5

12.12.2022 12:17
WDA/WA Antworten

Jeder weiß um das Dilemma, in der DDR einen postalischen Telefonanschluss zu bekommen.
Die NVA überbrückte dieses Dilemma, in dem Rufnummern der Telefonanlage der Dienstelle in die Wohnzone geschalten wurden. Bei "kleineren" Standorten war unter Umständen ein NVA-eigenes Erdkabel zwischen Objekt und Wohnzone verlegt.
Ansonsten mussten bei der Deutschen Post Leitungswege (2 Draht) zwischen Objekt und betreffender Wohnung angemietet werden.
Solche Anschlüsse konnten nur bei Nomenklatur oder dienstlicher Notwendigkeit zur Verfügung gestellt werden.
Hatten die Bezeichnung: Wohnungsdienstanschluss (WDA) ( für Nomenklatur)
oder Wohnungsanschluss (WA) ( bei dienstlicher Notwendigkeit)

Mich interessiert, wie die Versorgung in den Einheiten/Truppenteilen gehandhabt worden ist.

Mrozek Offline



Beiträge: 37
Punkte: 49

12.12.2022 12:19
#2 RE: WDA/WA Antworten

Ich bin der Meinung, das Kdo LSK/LV war der größte Selbstversorger dieser Art. wenn Basa und HVT nicht besetzt waren, mussten wir 24h Dienste der Übertragungszentrale auch WDA/WA bei Störung bearbeiten. Daher weiß ich um die Masse dieser Anschlüsse im Standort Strausberg.

Pussycat76 Offline



Beiträge: 15
Punkte: 19

12.12.2022 12:20
#3 RE: WDA/WA Antworten

Stimmt, im Bereich der NVA gab es 2 Arten dieser Anschlüsse.
WDA=Wohnungsdienstanschluss bekamen Leute entsprechend ihrer Dienststellung (Nomenklatur) und waren kostenfrei für den Nutzer. Kosten trug die NVA. Die Nomenklatur war durch den Chef des Hauptstabes festgelegt im Rahmen der Rufnummernzuteilung für bestimmte Dienststellungen wie:
300 für Kommandeur
301 WDA Kommadeur
310 Stabschef
311 WDA Stabschef

und so weiter.
Die Anschlüsse hatten die Amtsberechtigung "0" für Ortsgespräche und Zone I.
Ferngespräche konnten nur über die Fernsprechvermittlung angemeldet werden und wurden in Rechnung gestellt.


WA=Wohnungsanschluss musste beantragt und die dienstliche Notwendigkeit begründet werden.
Der entsprechende höhere Vorgesetzte - bei Einheit/ TT der Kommandeur... im Kommando der Abt.Leiter und/bzw. der Chef --- hatte die dienstliche Notwendigkeit auf den Antrag zu bestätigen.
Die Grundgebühr (hier Leitungsmiete für die postalische Leitung) wurde vom Nutzer getragen. Damals 15 Mark pro Monat für eine Ortsmietleitung (POxxxxx)
Hinzu kam eine monatl.Pauschale von 9 Mark für Amtsberechtigung "0" für Ortsgespräche und Zone I.
Ferngespräche konnten nur über die Fernsprechvermittlung angemeldet werden und wurden ebenfalls
in Rechnung gestellt.
So das der Nutzer monatlich 24 Mark für den Anschluß löhnen musste. Trotz dienstlicher Notwendigket.

Das Ganze hatte nur eine Ursache : Die Post war nicht in der Lage die nötigen Post-Anschlüsse
zur Verfügung zu stellen.

HVT Offline




Beiträge: 14
Punkte: 14

12.12.2022 12:22
#4 RE: WDA/WA Antworten

Dank für den Übertrag. Neuanfang des Themas nachdem erste Ausführung wohl auf dem Weg zum neuen Provider abgängig wurde.

Ich wollte etwas anmerken und das ggf. als Richtigstellung werten wollen.

In den Wendejahren verließen einige Generale in Strausberg die Generals-Siedlung "Fontanestrasse". Einfach um dem Thema Privilegien zu begegnen.
Nun hatte vor etlichen Jahren in einer Darstellung eine Person der HptNZ darauf Bezug genommen und dabei auch GO Reinhold erwähnt und das sein Haus einem Nachnutzer aus dem Hause Eppelmann zur Nutzung gegeben wurde (Chef Personalwesen).

Ich würde das anders sehen. GO Reinhold gehörte nicht zum Kreis derer Fontanestrasse. Er hatte auch kein Einzelhaus sondern eine DHH in der Fritz-Heckert-Str..
RENA-Anlage war beschalten mit Rufnummer 3101 vom Kdo + 1 Rufnummer von HptNZ + 1 Rufnummer Ministervermittlung + 1 Posthauptanschluss.
Zudem hatte nach meiner Erinnerung SAS.
Die Aufgabe seiner Position als Chef LSK/LV hatte weniger mit Wende zu tun- Denn das war schon mit der Besetzung Chef des Stabes durch GM Berger klar, dass Reinhold aufhört und Berger neuer Chef LSK/LV wird.
Reinhold wählte als Altersruhesitz Bad Saarow. Er hatte dort auch keinen Telefonanschluss von uns.
Seine DHH in der Fritz-Heckert-Str. erhielt GM Nagler ( Chef Technik/Instandsetzung im Kdo LSK/LV) und der wohnt heute noch dort. GM Nagler erhielt dort seinen WDA 3140.
3140 war zuvor Anschluss der Chiffies in der SCZ. Das dadurch entstehende Dilemma war schon berichtet.
Also unmöglich das dort in dieser DHH ein Gefolgsmann von Eppelmann hätte wohnen können.

HVT Offline




Beiträge: 14
Punkte: 14

12.12.2022 12:22
#5 RE: WDA/WA Antworten

Eventuell ist ja bekannt, wo diese "Nomenklatur" festgelegt war. Ich weiß es nämlich nicht. War ja nur Befehlsempfänger.

Meistens waren die Telefonanschlüsse im Dienst und zu Hause benachbarte Rufnummern von der Dienststellung. Veränderten sich Personen in der Dienststellung, folgte auch bald der Schaltbefehl zum Umschaltung der Telefonnummern bei denen zu Hause.

StM Chef LSK/LV.... Dienst 3100 ... WDA 3101 ... zuletzt GL Berger
StC+Chef des Stabes .....Dienst 3110 .... WDA 3111.... zuletzt GM Dr. Voigt
St CS f. Operativ ....Dienst 3112 .... WDA 3113 .... blieb frei als GM Voigt CS wurde- Oberst Wünsche hatte Postanschluss
StC + Chef RD .... Dienst 3117 .....WDA 3118 .... zuletzt GM Lobner
StC+ Chef PV ..... Dienst 3120 .... WDA 3121 .... zuletzt GL Vogel
Chef FuTT ..........Dienst 3123 ..... WDA 3124 ... zuletzt GM Merkel
Chef Med-Dienst...Dienst 3127 ......WDA 3582 ... zuletzt Oberst Fleischhauer.... der wollte wohl die 3128 nicht.
CNF ....................Dienst 3135.......WDA 3136 .....zuletzt Oberst Pfeiffer
Chef TI ...............Dienst 3141 ......WDA 3140 .... zuletzt GM Nagler
StC f. ALV...........Dienst 3180 ...... WDA 3181 ....zuletzt GL Baarß


Leiter Sekretariat Chef LSK/LV... Dienst 3150 ..... WDA 3310 .... zuletzt Oberst Cartsburg
Leiter Abt 2000 .....Dienst 3103 ...... WDA 3105.... zuletzt Oberst Richter
Leiter MSTA ... Dienst 3106 ..... WDA 3108 .... zuletzt Oberst Arnold
Chef FID ..............Dienst 3165.......WDA 3194 .... zuletzt GM Telle.... auf Wsg- keine Nomenklatur
Chef AMAS ........... Dienst 3130 ......WDA 3212 ..... zuletzt Oberst Reifgerste

GL Barthel..... WDA 3122.... auch nachdem er zum MfNV versetzt war.
GL Pahnke ----WDA 3154 auf Wsg MfNV
Obersr Kampa--- WDA 3463 auf Wsg MfNV auf seiner Datsche.... mussten wir dann auch noch mit LFK bauen.
GO Reinhold .... WDA 3633.... für Übergangszeit nach Ausschreiden als CLSK/LV und Umzug nach Bad Saarow.

Soweit meine Erinnerungen. Bestimmt waren noch mehr Anschlüsse vergeben. Mehr habe ich nach den Jahren aber nicht mehr drauf.

Marinefunker Offline



Beiträge: 42
Punkte: 70

12.12.2022 12:24
#6 RE: WDA/WA Antworten

Zitat
Die Aufgabe seiner Position als Chef LSK/LV hatte weniger mit Wende zu tun- Denn das war schon mit der Besetzung Chef des Stabes durch GM Berger klar, dass Reinhold aufhört und Berger neuer Chef LSK/LV wird.



Wie konnte das ein "kleiner" Dienstgrad so definieren ? In der Regel gingen doch solche Personalentscheidungen nicht vorab in die Mannschaften. Oder ?

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