Ich kenne dazu nur: Marinesicherungsbataillon 3, teilaktiv von 1991 bis 1996 in Rostock und von 1996 bis 2001 in Seeth stationiert (gebildet aus Teilen des ehemaligen Küstenverteidigungsregimentes 18 der NVA)
Das Marinesicherungsbataillon 3 (MSichBtl 3) wurde am 1. April 1991 in Rostock aufgestellt und zunächst dem Küstenverteidigungsregiment 18 unterstellt. In dieser Zeit könnte die Einheit intern Küstenschutz Btl 76 geheißen haben.
Wenig später, am 1. Juli 1991 folgte die Unterstellung unter das Marinekommando Rostock. Mit der Verlegung nach Seeth im Jahre 1996 wurde das Bataillon kurzzeitig dem Marineamt zugeteilt, ehe es unter das Dach des neu geschaffenen MSichRgt kam.
Seit 1995 bildeten die 1. und 2. Kompanie im jeweiligen II. Zug Boardingsoldaten aus, die auch ab demselben Jahr an der Embargoüberwachung des ehemaligen Jugoslawiens in der Adria teilnahmen.
Am 30. September 2001 wurde das MSichBtl 3 aufgelöst.
Das Mot-Schützenregiment-28 aus Rostock, Kopernikusstrasse fand ich doch als interessantes NVA-Konstrukt. Denn mit der Kennung 28 war die Nähe zur Volksamrine gekennzeichnet. Quasi als Küstenverteidigungsregiment. Anfangs der 70ger Jahre erfolgte eine Sanierung des Altbau in der Kopernikusstrasse. Das Regiment lebte in den 11 Monaten bataillonsweise in Baracken Zelten an einem Schießplatz an der Schmalspurbahn zwischen Hinrichshagen und Rövershagen. Den ich bisher nicht recht verorten konnte. Dem MSR-28 oblag auch die Bewachung des Munilagers Markgrafenheide.
MSR-28 war seinerzeit die verkappte Marineinfantrie für Küstenanladung Bornholm ( 1.+2. MSB) . Angeblich eine Eliteeinheit, sah die Struktur der Offiziere doch sehr viele hinzuversetzte Personen mit den Hintergrund Degradierung/Strafversetzung/Westkontakte.... was dann garnicht zu Eliteeinheit passte.
Zuvor war die Landungsgruppe im MSR-29 Prora- dass nach Hagenow verlegte und an der Landfront Verantwortung fand.
Im Kern war das MSR-28 in drei Mot. Schützenbataillone, einem Panzerbataillon und einer Artillerieabteilung gegliedert. Hinzu zählten der Regimentsstab, die Stabskompanie, die Pionierkompanie, die Nachrichtenkompanie, die Instandsetzungskompanie, Fla-SFL-Batterie, PALR-Batterie, med. Punkt und die Aufklärungskompanie.
War der 8. MSD Schwerin unterstelle.
Die Umgliederung zum Küstenverteidigungsregiment-18 der Volksmarine erfolgte erst nach der Wende (28.2.1990)
Dazu geschichtliches: Nahe bei Wiethagen befand sich ein zu DDR-Zeiten angelegter 60 Hektar großer und bis ins Jahr 2000 militärisch genutzter Infanterie-Schießplatz (die dazugehörige Sicherheitszone = Sperrgebiet hatte eine Größe von 1120 Hektar). Im Rahmen von EU-geförderten Maßnahmen wurden die Gebäude abgebrochen und die Flächen zu Wald und Heide renaturiert.
In der Heide gab es u.a. drei Schießplätze, eine Raketenstellung und eine Wohnsiedlung für Militärangehörige, die Erich-Weinert-Siedlung in Hinrichshagen-Ausbau. Die Siedlung wurde 1999 renoviert. Weiterhin gab es Munitionsdepots, Kasernen und Bunker für die Marine der DDR. In der Heide waren ca. 5.000 ha militärisches Sperrgebiet mit über 60 Gebäuden, Lagern etc. Der Schießplatz bei Wiethagen wurde bis zum Jahr 2000 benutzt. Alle drei Schießplätze, Anlagen und Gebäude wurden danach umfangreich renaturiert.
„Vom Schießplatz zum Urwald“ (2002). Die Förster informierten über die Renaturierung des früheren Sperrgebiets in der Heide. Eine Dauerausstellung auf dem Köhlerhof Wiethagen zur militärischen Nutzung und Renaturierung dieser Flächen wurde fertiggestellt: „Wir haben vom Militärhistorischen Museum Dresden Modelle von Luftabwehrraketen, Waffensystemen und Fahrzeugen, die zu DDR-Zeiten kaum einer zu sehen bekam.“ Zu der Ausstellung gehört ein Lehrpfad über den Schießplatz Wiethagen: „Noch sind da ein paar Fundamente zu sehen. In den nächsten zehn Jahren holt sich der Wald alles zurück.“, so Herr Harmuth.
Zitat von Friedrich im Beitrag #2MSR-28 war seinerzeit die verkappte Marineinfantrie für Küstenanladung Bornholm ( 1.+2. MSB) . Angeblich eine Eliteeinheit, sah die Struktur der Offiziere doch sehr viele hinzuversetzte Personen mit den Hintergrund Degradierung/Strafversetzung/Westkontakte.... was dann garnicht zu Eliteeinheit passte.
Zuvor war die Landungsgruppe im MSR-29 Prora- dass nach Hagenow verlegte und an der Landfront Verantwortung fand.
Im Kern war das MSR-28 in drei Mot. Schützenbataillone, einem Panzerbataillon und einer Artillerieabteilung gegliedert. Hinzu zählten der Regimentsstab, die Stabskompanie, die Pionierkompanie, die Nachrichtenkompanie, die Instandsetzungskompanie, Fla-SFL-Batterie, PALR-Batterie, med. Punkt und die Aufklärungskompanie.
War der 8. MSD Schwerin unterstelle.
Die Umgliederung zum Küstenverteidigungsregiment-18 der Volksmarine erfolgte erst nach der Wende (28.2.1990)
Ja, es dauerte 1990 auch nicht lange, dann liefen die Angehörigen des Regiments ( auch die Panzerbesatzungen) als "Mollys" in Kieler Bluse weiß durch Rostock. Hier ein Bild SPW des Regiments. Zu erkennen der seemännische Anker auf dem SPW.
Angefügte Bilder:
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Hier mal etwas zum Schmunzeln. Aus einer Zeit, in der es noch keine Toiletten für 3 Geschlechter gab. Musste man sich aber auch erst dran gewöhnen. MSR 28 1976 Rostock Kopernikus Str.
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