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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 1.593 mal aufgerufen
 ILM Königsbrück
Auto-Pilot Offline



Beiträge: 2
Punkte: 6

07.03.2022 21:46
ILM Königsbrück Antworten

Dort war das ILM der NVA.
ILM= Institut für Luftfahrt Medizin.
Jeder Pilot war dort mehrfach zur Flugtauglichkeitsuntersuchung.
Dem ILM angeschlossen war das Konditionsheim Rugiswalde.

Die Bundeswehr führte diese Dienststelle weiter. Denn die Ausstattung suchte seinesgleichen in der alten BRD.
So wurde daraus:
Flugphysiologisches Trainingszentrum
des Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe
Steinborner Straße 431
01936 Königsbrück

Goldbär Offline



Beiträge: 18
Punkte: 22

07.03.2022 21:47
#2 RE: ILM Königsbrück Antworten

Das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin gliedert sich in drei Fachabteilungen.
Fachabteilung I
In der Fachabteilung I sind alle Aktivitäten der Forschung, Erprobung und Flugunfallanalyse konzentriert. Zudem wird hier das flugphysiologische Ausbildungszentrum in Königsbrück betrieben.

Sowohl für die Ausbildung als auch zu Forschungszwecken stehen hierzu Großgeräte in Form von Humanzentrifuge, eine Höhen-Klima-Simulationskammer, Simulatoren zur Demonstration von Desorientierungseffekten und eine Anlage zur Demonstration des Nachtsehens der Fachabteilung I zur Verfügung.

Fachabteilung II
Die Fachabteilung II ist das flugpsychologische und flugmedizinische Begutachtungszentrum. Hier werden Bewerber für den fliegerischen Dienst und für andere erlaubnispflichtige Luftfahrtberufe auf ihre Eignung, Ausbildungsfähigkeit und Tauglichkeit hin untersucht. Die flugpsychologische Testung ist dabei in realitätsnahe Simulationen und Arbeitsproben eingebettet. Mit großer Verlässlichkeit wird dabei der Erfolg in der späteren fliegerischen Ausbildung vorausgesagt.

Fachabteilung III
Die Fachabteilung III ist das Kompetenzzentrum für den Fliegerärztlichen Dienst der Bundeswehr.
Neben der Ausbildung von fliegerärztlichem Personal in der Flugmedizin und für den Lufttransport von Verletzten und Erkrankten, ist die Fachabteilung III auch für die fachdienstliche Führung der Fliegerärzte der Luftwaffe, für Organisation und für Qualitätsmanagement zuständig.
Der Fachabteilungsleiter III ist als Leitender Fliegerarzt der Luftwaffe fachdienstlicher Vorgesetzter aller Fliegerärzte der Luftwaffe. Hierzu zählen neben den Fliegerärzten in den fliegenden Verbänden der Luftwaffe auch der Kommandoarzt Zentrum Luftoperationen (KdoArzt ZentrLuftOps) in Kalkar und der Kommandoarzt des European Air Transport Command (KdoArzt EATC) in Eindhoven.

Sachse Offline




Beiträge: 50
Punkte: 78

07.03.2022 21:48
#3 RE: ILM Königsbrück Antworten

Wo Kampfpiloten getestet werden
Im Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik in Königsbrück wird für schwierige Situationen trainiert - unter Weltspitze-Bedingungen.

Ohne einen Lehrgang oder Test in Königsbrück geht kein Pilot der Bundeswehr in die Luft. Nur wenn alles positiv absolviert wurde, kann er in eine Maschine steigen. Am Stadtrand von Königsbrück befindet sich das Flugphysiologische Trainingszentrum des Zentrums der Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe. Und was kaum einer weiß: Es ist eines der modernsten weltweit. Selbst Astronauten kommen zum Training in die sächsische Kleinstadt, werden dort auf ihr großes Abenteuer vorbereitet.

https://www.saechsische.de/kamenz/lokale...65018-plus.html

Aber: NVA war dort führend und hatte auch die DDR-Kosmonauten dort ausgebildet.
Die Bundeswehr setzte sich nur ins gemachte Nest. Denn selbst hatte sie nichts vergleichbares.

Günter Meinel Offline



Beiträge: 6
Punkte: 14

07.03.2022 21:49
#4 RE: ILM Königsbrück Antworten

Das Institut Luftfahrtmedizin in Königsbrück wurde übernommen. Neuer Leiter war Oberstarzt Holger Welsch.

Babylon Offline



Beiträge: 58
Punkte: 102

07.03.2022 21:59
#5 RE: ILM Königsbrück Antworten

Am Standort Fürstenfeldbrück war eine noch größere Flugmedizinische Einrichtung der Luftwaffe - stationiert.

Aber: Es war im ILM die größte Langarm-Hochleistungs-Zentrifuge - in Europa - außerhalb der UdSSR.

Nicht nur alle Piloten und angehende Piloten der Bw sowie
- fliegendes Personal aus Östereich, Schweden und Finnland werden in Königsbrück - unter die Lupe genommen,
- auch alle Personen die in ihrer Tätigkeit in der Bundeswehr mit fliegenden Systemen wie: Flächenflugzeuge , Jets , Hubschrauber, aber auch als Drohnen-Pilot und Drohnen-Bediener ....

Also auch z.B. Landemeister , technisches Personal , medizinisches Personal , Flugbegleiter ,Fliegerärzte, KSK, Fallschirmspringer, KSM und AMPT-Lw usw.
Die müssen regelmäßig zum Test in die Fachabteilung I - nach Königsbrück.

Heutzutage absolvieren bis zu 2000 Kameradinnen und Kameraden im Jahr die flugmedizinische Untersuchung in Königsbrück.

Plus die ESA-Astronauten.

Pirol Offline



Beiträge: 137
Punkte: 145

30.03.2024 22:22
#6 RE: ILM Königsbrück Antworten

Es geht nicht um den Standort Königsbrück an sich, sondern um die Zentrifuge. Diese war einzigartig in Deutschland.

Babylon Offline



Beiträge: 58
Punkte: 102

30.03.2024 22:25
#7 RE: ILM Königsbrück Antworten

das war die Übernahme - Vorrausetzung für den Standort Königsbrück.

Es war die größte Langarm-Hochleistungs-Zentrifuge - in Europa - außerhalb der UdSSR
welche das ILM der NVA - betrieben hatte.

Die HZF wurde 1988 durch eine österreichische Firma - also noch zu NVA-Zeiten für viele Dollars
- auf den neusten technischen Standard - modernisiert.



Das war die Rettung des Standort Königsbrück.

Aber eine HZF - Hochleistungs-Zentrifuge - ist nur ein Bestandteil im Bereich
Flugmedizinische Untersuchung.

Dazu gehören noch viele andere Bereiche - wie zum Beispiel:
- Überdruck / Unterdruck - Kammern und vieles mehr.

- Heute absolvieren bis zu 2000 Kameradinnen und Kameraden im Jahr
- die flugmedizinische Untersuchung in Königsbrück.

Angefügte Bilder:
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Keksie Offline



Beiträge: 39
Punkte: 71

30.03.2024 22:28
#8 RE: ILM Königsbrück Antworten

Königsbrück war ein Ort, wohin neben dem Fliegerischen Personal auch die Falli- Offiziere zu einem Komplettcheck mußten.
Die Jagdflieger hatte ein größeres Programm. Die Anderen waren 3-4 Tage dort.
Die Einrichtung wurde von Bw übernommen und ist seitdem als BW- Dienststelle in Betrieb. Analoge Einrichtung fehlte in der Bw und es erfolgt dort auch Ausbildung der deutschen Astronauten.
Wir ging das früher so ab:

Ohne FMK = Flugmedizinische Kontrolle folgten Flugverbot, Sprungverbot oder was alles mit der Höhentauglichkeit in Verbindung stand.

Am Kdl waren Taschenkontrolle für jeden, unabhängig vom Dienstgrad an der Tagesordnung.
Trotzdem schafften wir immer eine große Tasche Bier rein zu schmuggeln.

Unterbringung dann in 10 Mann- Zimmern.
Für jeden gabs einen Laufzettel , mit dem die Stationen abzulaufen sind. Mit entsprechender Wartezeit waren so die 3 Tage ausgefüllt. Und vor Abreise kam dann der Bescheid der Flugmedizinischen Kommission.
Neben den üblichen Stationen eines Gesundheitschecks waren aber auch einige, die doch schnell das Aus bringen konnten.
1. die Zähne, keine Blomben - Füllungen, keine Lücken usw
2. Gleichgewicht
Es gab einen Stuhl der wurde vom Arzt mit einem Stick gesteuert. Man mußte eine Nierenschale vor den Mund halten und wurde zuerst auf Umdrehungen gebracht. Augen waren geschlossen zu halten. Und schließlich bewegte sich der Stuhl auch noch auf einer Schiene nach rechts oder links. Dabei wurden Fragen gestellt die man beantworten mußte. Wenn zu der Drehbewegung auch noch die seitliche Bewegung dazu kam, hatte man das Gefühl zu trudeln - aber heftig.
Nach der Tour mußte man mit geschlossenen Augen und Arme in Vorhalte barfuß auf nem Strich gradeaus laufen.
Schlechte Tagesform reichte aus und gestandene Männer fielen durch ( Nachkontrolle in 2-3 Monaten)
3. Unterdruckkammer.
Dort wurden dann Höhen simmuliert.
4. Die berühmt berüchtigte Zentrifuge mit der heftigen G- Beschleunigung war den Piloten vorbehalten .

Renegade Offline




Beiträge: 32
Punkte: 36

30.03.2024 22:29
#9 RE: ILM Königsbrück Antworten

Als die Österreicher die Zentrifuge für das Kosmonauten Zentrum einbauten( wir erinnern uns: Jähn, Köllner..), war Anreise/Abreise der NVA-Piloten in Zivil.

Mormone Offline



Beiträge: 19
Punkte: 35

30.03.2024 22:31
#10 RE: ILM Königsbrück Antworten

Von der Zentrifuge bis zur Höhendruckkammer werden Anwärter/innen auf die extremen Belastungen des Fliegens vorbereitet. Dieser Prozess umfasst das Training der Muskulatur, das Erlernen der Kontrolle über das Flugzeug in anspruchsvollen Situationen und die Fähigkeit, bei Sauerstoffmangel ruhig zu bleiben. Das sind Ausbildungsschritte, welche angehende Pilotinnen und Piloten durchlaufen, bevor sie allein im Cockpit Platz nehmen dürfen.

https://www.facebook.com/watch?v=7217140105038727

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