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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Deutsches Heer
Landser Offline



Beiträge: 78
Punkte: 146

22.05.2021 19:24
Digitalisierung Antworten

D-LBO: Kommunikation, Aufklärung, Vernetzung und Wirkung aus einer Hand

Digitalisierung ist das neue Schlagwort. Nichts geht mehr ohne. Dabei ist die Digitalisierung der Streitkräfte nicht nur mit Vorteilen, sondern auch mit vielen Herausforderungen verbunden. Die Unterdrückung der gegnerischen Kommunikation (Jamming) oder des GPS-Signals sind allgegenwärtig. Umso wichtiger ist es, dass die Kommunikation schnell verfügbar, interoperabel, gehärtet und damit geschützt ist.

Die Digitalisierung Landbasierter Operationen (D-LBO) für die Landstreitkräfte ist daher einer der wichtigsten Schritte in die Zukunft. Um die gesteckten Zeitlinien einzuhalten und die Risiken zu minimieren, will das Heer vor allem auf marktverfügbare und bereits erprobte Systeme setzen. Zur selben Zeit soll ein umfassendes taktisches Lagebild erstellt werden, bis hin zum Einzelschützen. Dies setzt sehr hohe Forderungen an die Digitalisierung.

Die Bundeswehr stellt regelmäßig Kräfte für NATO oder EU, zum Beispiel für die NATO Response Force (NRF) oder European Union Battle Group (EUBG). Im Rahmen der Anfangsoperationen verlegen diese innerhalb von wenigen Tagen in den Einsatzraum. Fast nie können sie sich auf schon vorhandene eigene Kräfte vor Ort abstützen, maximal auf ein benachbartes und befreundetes Gastland. Die Verlegung erfolgt im Einsatzfall kurzfristig und schnell. Daher muss die Ausrüstung klein, leicht, flexibel, modular und ggf. luftverlastbar sein. Hinzu kommt der autarke Einsatz vor Ort.

Deutschland hat erst vor wenigen Wochen die Bereitschaftsphase EUBG 2020/21 beendet. Ein mögliches Szenario hätte die Sicherung in Libyen nach einem Friedensvertrag sein können. Die deutschen und niederländischen Fallschirmjäger hätten die kritische Infrastruktur im Land und die Zugänge zur Hauptstadt schützen, und als Puffer zwischen die Konfliktparteien wirken müssen. Da keine dieser Einsätze heute mehr rein national erfolgt, kommt der Kommunikation und Interoperabilität eine sehr hohe Bedeutung zu. Genau für solche Einsätze bietet Elbit Systems Deutschland durchgängige Lösungen, von der schnell verfügbaren, autonomen Funk- und Satellitenkommunikation für das digitale Gefechtsfeld bis hin zum Funkgerät des Einzelschützen und elektrooptischen Sensoren.

So nutzen die deutschen und niederländischen Fallschirmjäger bei der Kommunikation auf der „Ersten Meile“ die E-LynX PNR 1000 Soldatenfunkgeräte. Die E-LynX SDR Familie ist Bestandteile der Soldatensysteme in Deutschland, Schweiz, Schweden und den Niederlanden. So werden sie bei der VJTF 2023 auf deutscher und niederländischer Seite die Grundlage der taktischen Kommunikation bis zur Kompanieebene bilden, einschließlich der Fahrzeugausstattung des Schützenpanzers PUMA. Die Software Defined Radio Produktfamilie E-LynX unterstützt die vernetzte Operationsführung in klassischen Szenarien wie auch in hybriden Einsatzlagen. Sie bietet Multibandfähigkeit (30 MHz – 2,0 GHz) und Breitbandwellenformen und unterstützt Vollduplex Sprachkommunikation sowie Datendienste. Effektive MANET (mobile Ad-hoc-Network) Fähigkeiten ermöglichen den schnellen Aufbau von “Sensor-to-Shooter”-Wirkungsketten und die genaue Positionsbestimmung der eigenen Kräfte auf Basis der integrierten Blue Force Tracking-Fähigkeit in Echtzeit. Die ausgelieferten Funkgeräte werden mit modernen Wellenformen und Technologie zur Verbesserung des Datenstroms (Concurrent-Flooding-Technology) ausgestattet sein, die per MultiHop-Verfahren die Reichweite deutlich erhöhen sowie die Netzwerkagilität und -robustheit bei stark verringerter Latenz verbessern können. Dank dieses digitalen “Sensor-to-Shooter” Ansatzes können Infanteristen schnell und autark ihre Wirkung im Raum entfalten. Damit bleibt die Handlungsfähigkeit erhalten.

Für die weitreichendere Kommunikation zu weit entfernten Gefechtsständen kann das HRM 9000 HF Fahrzeug- und Gefechtsstandfunkgerät genutzt werden. Es ermöglicht auch über große Entfernungen eine sichere und zuverlässige Übermittlung. Durch die ausgesprochen kompakte Bauweise und die sehr geringe Stromaufnahme ist die Einrüstung in Fahrzeuge besonders einfach. HRM 9000 wurde speziell mit Blick auf die Anforderungen der Spezialkräfte entwickelt.
Mit dem E-LynX Modul zur Satellitenkommunikation (SatCom) stehen den Einsatzkräften noch weitere autarke Kommunikationsmittel zur Verfügung. Dank der Nutzung der Frequenzbänder Ka/Ku/X/C/S und L stehen dem Nutzer eine hohe Flexibilität zur Verfügung. Mit den Ku-, Ka- und X-Frequenzbändern auch in der Breitbandkommunikation. Auf diese Weise können sowohl die abgesetzten Spezialkräfte, die Fallschirmjägerkompanie, der Divisions- oder Brigadegefechtsstand als auch Schiffe oder Luftfahrzeuge in ein weitreichendes Kommunikationssystem eingebunden werden. Hiermit ist dann die weltweite Anbindung zum Beispiel zur NATO/EU oder dem Einsatzführungskommando der Bundeswehr sichergestellt.

Führung, Aufklärung, Wirkung – aus einer Hand
E-LynX und HRM 9000 werden flexibel und intelligent in einem Kommunikationssystem verbunden. An diesen Verbund können auch Elektro-optische Systeme von Elbit Systems Deutschland angebunden werden. So wird eine wirkliche “Sensor-to-Shooter”-Wirkungskette daraus, ganz im Sinne der Domänen des Deutschen Heeres „Führung – Aufklärung – Wirkung und Unterstützung“.

Konkret bedeutet das, der Infanterist oder die Spezialkräfte nutzen die Nachtsichtbrille XACT nv33, das Soldatenfunkgerät PNR 1000, das RAPTOR-Datendisplay, die Smartwatch ”Smartview”, das passive Zielerfassungssystem „HattoriX“ sowie die HF- und SatCom-Kommunikationslösungen. Die einzelnen Systemkomponenten werden durch das Battlemanagementsystem (BMS) TorchX miteinander vernetzt. Das BMS TorchX wurde zu Testzwecken bereits an die WTD 81 geliefert.
Weitere taktischen Informationen, wie z. B. eine Kartendarstellungen erhält der Infanterist über die Smartwatch, RAPTOR oder das Head-Up Datendisplay (HUD) XACT SE. Das Monokular XACT SE kann als Stand-alone-Gerät bzw. Nachrüstsatz für alle gängigen Nachtsehbrillen mit 16- bzw. 18-mm-Bildröhren genutzt werden. Der Soldat erhält z.B. Wegpunkte, den Kompass oder die Position der befreundeten Kräfte direkt in sein Blickfeld gespiegelt.

Die Kommunikationssysteme von Elbit Systems Deutschland werden bereits an Spanien, die Schweiz, die Niederlande und Schweden, das BMS TorchX an die Niederlande und Großbritannien (BMA) geliefert. Mit seinen Systemen liefert Elbit Systems Deutschland einen starken Beitrag zur durchgehenden Digitalisierung des Deutschen Heeres, und ermöglicht die Anbindung multinationaler Partner an die Rahmennation Deutschland und seine Teilstreitkräfte zu Luft, Land und See.

https://esut.de/2021/04/sponsored-conten...aus-einer-hand/

Landser Offline



Beiträge: 78
Punkte: 146

11.03.2024 18:55
#2 RE: Digitalisierung Antworten

SETAS

Optronik: Der Sensorlösungs-Anbieter HENSOLDT hat zum ersten Mal sein Rundumsicht-System SETAS (See Through Armour System) verkauft. Kunde ist KNDS in Deutschland. Der Auftrag umfasst insgesamt 54 Einheiten. Der Auftragswert liegt im zweistelligen Millionenbereich. Beim Kunden wird SETAS in das selbstfahrende Artilleriegeschütz RCH155 integriert.
Hintergrund: SETAS ist ein hochleistungsfähiges Tag- und Nacht-Beobachtungssystem für gepanzerte Fahrzeuge aller Art. Das hochauflösende elektro-optische Sichtsystem gibt jedem Besatzungsmitglied die Möglichkeit, aus dem Fahrzeuginneren heraus die volle visuelle Situationswahrnehmung 360 Grad um das Fahrzeug herum zu erhalten. Bedrohungen können innerhalb ihres Aktionsradius frühzeitig und zuverlässig identifiziert und klassifiziert werden. Das modulare System umfasst zwei leistungsstarke Sensorsysteme: hochauflösende Farb-Tageslichtkameras und ungekühlte Wärmebildkameras.
„Mit der Erstintegration statten wir unseren Kunden und den Nutzer mit einer revolutionären Sensorlösung im Bereich der Rundumsicht aus“, sagt Tanya Altmann, Bereichsleiterin Optronics & Land Solutions bei HENSOLDT. „Seine volle Leistungsfähigkeit bringt das System zur Wirkung, wenn es mit dem Fahrzeugnetzwerk und dem Battle Management System verbunden wird und den Besatzungsmitgliedern mittels KI-gestützter Sensorfusion eine bestmögliche Informationshoheit bietet. Durch diesen Launching Customer setzt HENSOLDT daher konsequent seinen Wachstumspfad als Lösungsanbieter fort.“
Die Beobachtungsmöglichkeiten von SETAS können in einem weiteren Konfigurationsschritt durch integrierte automatische Bildverarbeitungsfunktionen wie Moving Target Indication (MTI), Objektverfolgung und weiteren Modi verbessert werden. Dies entlastet die Besatzung bei der Bewältigung der großen Menge an Bilddaten für die persönliche 360-Grad-Situationserkennung. Dank seiner Modularität und offenen Schnittstellenarchitektur (NGVA-konform) lässt sich dieses Beobachtungssystem problemlos in jedes neue oder bestehende Fahrzeug integrieren. Die Schnittstelle ermöglicht die vollständige Integration oder den Standalone-Betrieb durch Unterstützung jeder Art von HMI (Standard- oder Smart-Display, Smart-Brille, Tablet, usw.).
Mit einem am Helm montierten Display als HMI kann ein Besatzungsmitglied im Inneren des Fahrzeugs praktisch durch die Panzerung hindurchsehen und so die gleiche Orientierung wie bei einer Beobachtung „von oben“ erreichen. Intelligente Software-Algorithmen warnen die Besatzung automatisch, wenn eine potenziell bedrohliche Bewegung im Umkreis um das Fahrzeug erkannt wird. SETAS kann als eigenständiges System eingebaut werden und damit die Besatzungen sowohl von Legacy-Plattformen, als auch von Neusystemen mit einem wesentlich gesteigerten Situationsbewusstsein versehen.

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