Die Bundeswehr verlegt vorsorglich Einheiten ins Mittelmeer Die Bundeswehr wird einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen - um im Falle einer Mission in der Straße von Hormus Zeit zu sparen. Laut Verteidigungsminister Pistorius müssen dafür aber noch weitere Bedingungen erfüllt sein. Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Straße von Hormus nach einem Ende des Iran-Kriegs will Verteidigungsminister Boris Pistorius bereits deutsche Marine-Einheiten ins Mittelmeer schicken. "Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen", sagte Pistorius der Rheinischen Post. Ziel sei es, im Falle eines Mandats des Bundestages rasch handlungsfähig zu sein. "Um Zeit zu sparen, haben wir uns entschieden, einen Teil der deutschen Einheiten frühzeitig ins Mittelmeer zu verlegen, um dann - nach Mandatsbeschluss - keine weitere Zeit zu verlieren", erklärte der Minister. Ähnlich sei er bereits im Vorfeld der EU-Marinemission "Aspides" im Roten Meer vorgegangen, was den dortigen Einsatzstart erheblich beschleunigt habe.
Bundeswehr verlegt Minenjagdboot ins Mittelmeer Die deutsche Marine will ihr Minenjagdboot "Fulda" in den kommenden Tagen ins Mittelmeer verlegen. "Damit erfolgt eine Vorausstationierung für eine mögliche Beteiligung der Bundeswehr an einem multinationalen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus", teilt eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums mit. Durch diesen Schritt werde Zeit gespart, um die Fähigkeiten der "Fulda" schnell in den Einsatz zu bringen, sobald die durch die Bundesregierung dafür bestimmten Voraussetzungen erfüllt seien.
Wieder dieser vorauseilende Gehorsam. Schon für die öffentliche Verlegung wäre ein Bundestagsmandart erforderlich. Deutsche Truppen haben im Nahen Osten nichts zu suchen.
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Noch liegt das Minenjagdboot „Fulda“ vom 3. Minensuchgeschwader im Kieler Marinestützpunkt. Aber die „Fulda“ wird bald auslaufen. Zurzeit wird das Minenjagdboot auf einen möglichen Einsatz im Zusammenhang mit einer Minenräumung in der Straße von Hormus vorbereitet. Damit sie dort schnell an einem multinationalen Einsatz teilnehmen kann, läuft sie ins Mittelmeer aus und schließt sich dort zunächst dem Ständigen Minenabwehrverband 2 der Nato / Standing Nato Mine Countermeasures Group 2 /SNMCMG2) an. Um allerdings überhaupt in einem internationalen Verband in der Straße von Hormus zum Schutz der freien Schifffahrt teilnehmen zu können, müssen drei unabdingbare Voraussetzungen erfüllt sein: eine nachhaltige Beendigung der Kampfhandlungen dort, ein völkerrechtliches Mandat als Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages.
(Foto: Bundeswehr/Oelbeck)
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