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Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 472 mal aufgerufen
 Direktunterstellte des Kdo.
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Arno Offline



Beiträge: 85
Punkte: 109

09.04.2016 21:26
#16 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

ich denke wohl in beide Richtungen, die Kesselwagenzüge lassen darauf schliessen! Strassenseitige Auslieferung? Davon habe ich keine Ahnung, weil nicht gesehen. Aber auch unlogisch von der "geringen" Menge eines Lastzuges her.

Colonel ( gelöscht )
Beiträge:

09.04.2016 21:32
#17 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Zitat
Laut Buch 'E&G', Beitrag Oberst Künstler ab 1963.



Ja, dort war das TSL No2 nach Nisky.

Anlieferung erfolgte auch per Bahn. Schiff war zwar möglich- aber nicht ausschließlich.
Ablieferung per Bahn und LKW. Die Kfz-TK Krugau verfügte über Tanklaster.

Nachrichtensicherstellung durch NBA.

In einer Zeit X war Niederlehme nicht der LSK/LV direkt zugeordnet. Kam erst um 1980 wieder zu Direktunterstellung LSK/LV.
Daher bekam das TSL No2 die Kennung 44 als 4. TSL.
Hier lagerte Reserve für TG-44 und ABA Spreenhagen sowie für Division Transportfliegerkräfte im E-Fall.

Wenn ich mich richtig erinnere war Niederlehme eine gewisse Zeit das TSL von Marxwalde. Im Zuge Einrichtung des TSL Trebnitz für Marxwalde erfolgte dann für Niederlehme eine Neueinordnung.
Zwischendurch auch schon mal TSL in MfNV Unterstellung.

kabelmax Offline




Beiträge: 90
Punkte: 130

09.04.2016 21:37
#18 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Stimmt. Sicherstellung durch NBA.
Wir mussten vom KMMT auch dort neue Kabel verlegen und Nebenstellenanlage MSN70 aufbauen.
Dort war ja alles verrottet. Ich hatte damals auch gehört das dieses Tanklager neu zu LSK/LV kam. Ob das nun so war ist ein ????.
Dazu hatte ich mit meinem höheren Mannschaftsdienstgrad zu wenig Einblick.
Die alten Kabel datierten wirklich noch aus Adolfs Zeiten. Jörg Lenz (Basa) war auch mit draussen und hatte die MSN eingerichtet.

Frank1 Offline



Beiträge: 375
Punkte: 457

09.04.2016 21:38
#19 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Frank schrieb:
Ja, das stimmt schon mit der Neunutzung. Ich hatte im 1ten Forum dazu länger berichtet. Muss ich wieder zusammensuchen.

Die Kurzform » das war ein Groß-Tanklager mit Schiffsanschluss aus WKII-Zeiten. Der Boden verseucht. Ein Teil des Geländes wurde Na-Niederlehme. Der Rest Armee-TL. Das wurde öfters so gemacht (in Ost und West). Einerseits war so die Bodenverseuchung unter 'Kontrolle' als auch wurden TL schlicht weiter gebraucht.

Der Wassernahe Teil befindet sich nun in bester Immobilienlage und wird (soll) verkauft. Wenn manche in Bln so wüssten ...

Martin Offline



Beiträge: 61
Punkte: 93

09.04.2016 21:39
#20 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Verkauft sich schlecht bei den Hinterlassenschaften. Selbst eine regida Tankstelle übernimmt man nicht mal geschenkt.

kabelmax Offline




Beiträge: 90
Punkte: 130

10.04.2016 21:16
#21 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Nun, ich hatte nur unseren NBA-Einsatz zur Herstellung einer Fernmeldeinfrastruktur dargestellt.

Einige Fotoimpressionen sind bei Untergrund-Brandenburg:
http://www.untergrund-brandenburg.de/Sub...Niederlehme.php

Und eine Schilderung von Historie eines @Hermann.
Nach meiner Einschätzung ist diese Historie zum Hintern wischen.
Beginnt mit der Frage, warum dort ein LSK/LV-Tanklager und kein Flugplatz in der Nähe.... und gibt keine Antwort darauf.
Auch steht dort keine Begründung, warum LSK/LV NVA bereits 1963 den Standort als TSL No.2 im Betrieb hatte..... und dann ca. um 1980 das Objekt neu als TSL No 4 (wieder) übernahm. Was war in der Zwischenzeit und warum ?

Auch schreibt er von Umgestaltung unterirdisch gelegener Produktionshallen u.a. in Elemente der Führung der 2. NaBr bzw. NR-2.
Ohne darzustellen, dass der Umfang der Nachrichtenzentrale , der HNZ-7 ( auch als posttypische Üst) für die vormalige FüST NR-2 überdimensioniert war. Von FüSt der PHV und FüST Chef Nachrichten MfNV ist keine Rede.
Keine Rede von Reserveführungsstelle MfNV.
Also die eibgentlich wichtigen Fragen blieben unberührt.

Landei Offline




Beiträge: 44
Punkte: 64

10.04.2016 21:23
#22 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Steps in der Historie sind doch bekannt:
- 01.10.1951 Aufstellung eines Nachrichtenkommandos der KVP
- ab 25.05.1956 Nachrichtenregiment 2 der NVA (ab 01.11.1982 2. Nachrichtenbrigade)
- um 1970 Ausbau (geschützte Gebäudekeller mit Verbindungsgängen) zur Führungsstelle MfNV mit Nachrichtenzentrale
- ab 01.02.1975 Zentralstelle für Nachrichtennetze (ZfN) des Chef Nachrichten im MfNV-
Zur Netzplanung Sondernetz 1.
- vmtl. 1970 bis 1976 Rückwärtige Führungsstelle des MfNV--- dann RFS bei Streganz ( wobei der Begriff "Rückwärtige Führungsstelle" erst nach 1976 in der NVA eingeführt wurde. Zuvor war RFS anders definiert.
- ca. ab 1976 Führungsstelle der Politischen Hauptverwaltung des MfNV und HNZ-7 (ÜSt-2 Zeuthen)
- Sicherstellung des "Bunkers" erfolgte durch Wartungseinheit-22
13.12.1991 Auflösung der 2.Na-Brigade

siehe auch: http://www.sachsenschiene.net/bunker/tup/tup_01.htm
Dort sind auch noch einige Fotos zu finden.

Dies besagt aber überhaupt nichts zum Anteil des TSL-44 und zur Fragestellung wie von @kabelmax gestellt.

MMM Offline




Beiträge: 57
Punkte: 101

10.04.2016 21:25
#23 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Die Anlage im Werk Niederlehme diente 1940-45 zur Produktion von Formaldehyd und Pentaerythrit .

Der Begriff "Niederlehme" und Teile der Anlage an der heutigen Autobahnzufahrt führen oft zu Irritationen.
Real lagen Werk und spätere NVA-Objekte im Ortsteil Ziegenhals. Also viele Kilometer von der Autobahn entfernt.
Wer heute dort entlang fährt sollte sich an linksseitiges (zum Wasser) Wohngebiet und rechtsseitig an der Schule orientieren. Links war die Wohnsiedlung der Nachrichtentruppe und das Objekt TSL-44. Rechts ( wo jetzt die Schule ist) war die Kaserne NR-2/2.NaBr.
Meine Ausführung deshalb, weil Schilderungen wie " 2. NaBr und TSL nutzten gleiches Werksgelände" doch auch irritieren und eine zusammenhängende Liegenschaft suggerieren. Dem war aber nicht so.
Wenige Meter

Muenzer Offline



Beiträge: 37
Punkte: 100

10.04.2016 21:27
#24 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Für eure Belange wäre sicher als informativ einzustufen:
Bericht über die „Historische Erkundung“ der NVA Kaserne „Fritz Grosse“ und Rüstungsstandort
der Paraxol GmbH, 10.08.1995, CUBA mbH

Im Übrigen galt der Standort als NVA-Standort Niederlehme/Wernsdorf. Ein Teil auf Gemarkung Niederlehme und ein Teil auf Gemarkung Wernsdorf. Zum Anteil Wernsdorf gehörte der KFZ-Park der Brigade mit den 2 Waschplätzen, Kfz-Werkstätten....
Ergänzend: NVA-Gelände Niederlehme Deponie „Blauer Berg“

Teilunterirdische Tanklager
Auf dem Gelände befinden sich vier unterirdische bzw. teilunterirdische Tanklager (Flur 1,
Flurstücke 492 und 540, Gemarkung Niederlehme), die inzwischen entleert und stillgelegt
sind. Bis 1945 wurden drei von ihnen (nördlich und südlich des Gebäudes 26 sowie nordwestlich
des Gebäudes 47) zur Lagerung von Schwefelsäure genutzt, danach als Lager für
Treibstoffe, wie das vierte Tanklager im Bereich der Tankstelle.

Von 1941 bis 1945 produzierte auf einem Teilgelände das unter großer Geheimhaltung erbaute und betriebene Paraxolwerk Munitionssprengstoff. Ein eigener Übungsplatz (Mokrinfeld) befand sich in der Umgebung vom Werk.

Das Eingangsgebäude vom Paraxolwerk wurde als Marmeladenfabrik getarnt. Auf dem großen Gelände dieser Fabrik Paraxol GmbH Frankfurt, befanden sich ca. 50 Gebäude (Werkstatt, Produktionsanlagen, Heizwerk) die später teilweise abgerissen wurden. Das Paraxolwerk wurde 1945 demontiert.

Die meisten bestehenden Gebäude wie auch den Hafen nutzte die NVA ab 1957 weiter.

Einige relativ gut erhaltene Gebäude mit Dachbegrünung und freitragenden Deckenkonstruktionen sind heute noch vorhanden und wurden unter Denkmalschutz gestellt.

Katjes ( gelöscht )
Beiträge:

10.04.2016 21:50
#25 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Wie hier richtig geschrieben steht, die Transportkompanie-34 in Krugau war für den Transport von Kraftstoffen und FTK zu den Flugplätzen zuständig.
Eingesetzt waren LKW TATRA-138 mit Hänger CP11. TATRA war ein Produkt der damaligen CSSR.
Der LKW war mit luftgekühlten V8 Dieselmotor ca. 180PS ausgestattet. Tankinhalt 280L Kraftstoff. Bei einem Normverbrauch von 43L/100Km konnten wir gut die eigene fahrene Tankstelle gebrauchen.
Wir hatten dann 11000L FTK im Zugfahrzeug und 10000L im Anhänger .

Auch das TSL Niederlehme wurde angefahren. Krugau - Niederlehme reichte dann schon um die Tankstelle im TSL zum Eigenauftanken aufzusuchen.
Die Tankstelle war damals am Hafen- heute steht dort ein Trockendock der Freizeitskipper.
Anschließend den Berg hinauf zu den Ladestutzen der Tanks.
Wir holten dort stets nur FTK ab- Anlieferung zum Tanklager erfolgte durch uns nie.
Wir belieferten von dort Marxwalde, Müncheberg, Klein Köris (Löpten), Alteno, Holzdorf.

Eine Zweitaufgabe war dann auch noch. Jeder kennt vom eigenen Auto Ablagerungen und Kondenswasser im Kraftstofftank.
Wasser und Dreck lagerten sich auch in den Großtanks der TSL ab. Unsere Aufgabe war abpumpen und antransport des Gemisches.

Genau- ich fuhr in Krugau die Transporter.

Dan000 Offline



Beiträge: 35
Punkte: 43

17.04.2016 11:02
#26 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Zitat von Schwager im Beitrag #3
TSL-24 Pirna - Herrenleite. So hieß das damals.
Heutzutage benutzen User die Lokallität: Lohmen und erfinden die NVA neu.

zuletzt als TSWL-24 = Treib-und Schmierstoff- Werkstatt-und Lager-24

Alle TSL brauchten Wartung/Inspektion und Instandsetzung an Tankanlagen. Das war der Zuständigkeitsbereich dieser Werkstatt.


Auch Tankwagen waren dort zur Wartung/Instandsetzung.

Dort waren aber zuvor die Mineralölwerke Herrenleite. Die arbeiteten auch noch nach dem Krieg weiter, bis Leuna II fertig war.
Bau von Leuna-Werke begann 1959.
Dann übernahm es wieder die NVA. Also ähnlich verworren wie in TSL-Niederlehme.

Saturn Offline




Beiträge: 31
Punkte: 47

20.07.2016 17:39
#27 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

TSL-14

Zitat von Schwager im Beitrag #2
Im Prinzip schon. Das erste Tanklager der Fliegerkräfte- sprich VP-Luft und Aeroklubs war Schlauroth. Heute Ortsteil von Görlitz.
Die genaue Location Schlauroth konnte ich noch nicht orten.
Eigentlich ist Schlauroth bekannt durch seinen großen Verschiebebahnhof.
E&G erfasst Verlegung von Schlauroth nach Hähnichen zum Jahr 1961. Die Chroniken des Kdo LSK/LV im Militärarchiv zeigen aber das Jahr 1962.
Hähnichen war damals noch kein TSL-14 sondern TSL (röm) I.
Bestehend aus 2 Teilobjekten, dem Lager und dem Verladebahnhof.
ich vermute mal, dieses Lager bestand nur aus Tankwagen auf dem Verschiebebahnhof.


Schlauroth war bis 1994 der zenrale Rangierbahnhof des Eisenbahnknoten Görlitz.
Auf einem Endgleis standen volle Kesselwagen- das war das erste TSL und das bereits 1956- dort sind die Kesselwagen am wenigsten aufgefallen. Zu der Zeit war die Flieger-Truppenteile eigentlich in dem südöstlichen Raum zusammengezogen.

Omega3 ( Gast )
Beiträge:

20.07.2016 21:27
#28 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Das Tanklager Schlauroth übernahm die 7. Panzerdivision.
Befehl des Kdr 7. PD zur Übernahme des Tanklagers Schlauroth (Nr. 27/61)

Loft Offline



Beiträge: 31
Punkte: 47

03.08.2016 22:18
#29 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Dann war noch das TSL-34 Utzedel bei Demmin für den Bereich Nord der LSK/LV. Auch die Hubschrauber der Marine in Parow sind von Utzedel aus beliefert worden.
Dieses Objekt sehe ich als das jüngste Tanklager der LSK/LV. Denn es wurde auf Grund seines Zustandes auch als einziges Tanklager in den Bestand der Bundeswehr überführt und stellt auch heute noch im Bereich der Streitkräftebasis der Bundeswehr die Dienststellen in Ostdeutschland sicher. Vor allem Flugzeugtreibstoff für Laage und Holzdorf.
Verfügt über einen Gleisanschluß vom Bahnhof Utzedel.
Aus der Luft.... hier im guten Zustand der Bundeswehr:
https://www.google.de/maps/place/Demmin/...85!4d13.0498414

Malte Offline




Beiträge: 51
Punkte: 75

03.08.2016 22:20
#30 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Aktuell:
Revision im einzigen Bundeswehr-Betriebsstofflager
Die Bundeswehr stellt heute in Mecklenburg-Vorpommern zwei besondere Depotstandorte vor. Dabei geht es um das bundesweit einzige Betriebsstoff- und Tanklager in Utzedel sowie das Militärmateriallager in Warenshof bei Waren (Kreis Mecklenburgische Seenplatte).

Anlass ist eine turnusmäßige technische Überprüfung der riesigen Kraftstofftanks in Utzedel, das Hauptsitz des deutschen Bundeswehrdepots Ost ist. Zur Revision werden unter anderem die Diesel- und Flugzeugbenzintanks geleert und Tests unterzogen.

Im Depot Warenshof werden gepanzerte Transportfahrzeuge für einen Einsatz im Nordirak gegen den Islamischen Staat vorbereitet. Zum neuen Ost-Depot gehören auch Militärmateriallager in Krugau (Brandenburg) und Zeithain (Sachsen) sowie eine Ausbildungswerkstatt im vorpommerschen Torgelow.

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