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Dieses Thema hat 30 Antworten
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 Direktunterstellte des Kdo.
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Meininger Offline




Beiträge: 27
Punkte: 35

07.04.2016 18:14
TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

TSL-14 Hähnichen
TSL-14 Nisky- Hähnichen.
Das Erste Tanklager der LSK/LV.

Schwager Offline



Beiträge: 13
Punkte: 13

07.04.2016 18:18
#2 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Im Prinzip schon. Das erste Tanklager der Fliegerkräfte- sprich VP-Luft und Aeroklubs war Schlauroth. Heute Ortsteil von Görlitz.
Die genaue Location Schlauroth konnte ich noch nicht orten.
Eigentlich ist Schlauroth bekannt durch seinen großen Verschiebebahnhof.
E&G erfasst Verlegung von Schlauroth nach Hähnichen zum Jahr 1961. Die Chroniken des Kdo LSK/LV im Militärarchiv zeigen aber das Jahr 1962.
Hähnichen war damals noch kein TSL-14 sondern TSL (röm) I.
Bestehend aus 2 Teilobjekten, dem Lager und dem Verladebahnhof.
ich vermute mal, dieses Lager bestand nur aus Tankwagen auf dem Verschiebebahnhof.

Schwager Offline



Beiträge: 13
Punkte: 13

07.04.2016 18:25
#3 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

TSL-24 Pirna - Herrenleite. So hieß das damals.
Heutzutage benutzen User die Lokallität: Lohmen und erfinden die NVA neu.

zuletzt als TSWL-24 = Treib-und Schmierstoff- Werkstatt-und Lager-24

Alle TSL brauchten Wartung/Inspektion und Instandsetzung an Tankanlagen. Das war der Zuständigkeitsbereich dieser Werkstatt.

Frank1 Offline



Beiträge: 375
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07.04.2016 18:27
#4 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

@Frank schrieb:
Lasst es sie neu erfinden. Der jetzige Inhaber des Komplexlagers KL-32 (ehrenwertes CDU-Mitglied im Gemeinderat Lohmen, verantwortlich für die Tourismusförderung vor Ort und Vorsitzender des Bikerclubs (welches das KL-32 jetzt besetzt hält)) war ja diejenige Person, die mit Weltuntergangstickets bei eBay zum 21.12.2012 auf sich aufmerksam machte. Er hatte ganz am Anfang der Aktion eine Plan gepostet (natürlich GVS.

Aus dem (und Gesprächen mit ihm) geht hervor, daß er keine Ahnung davon hat, daß sein KL um das erste Atom-Müll-Zwischenlager der DDR gebaut wurde. Welches nach Morsleben im Wesentlichen ausgelagert wurde. Und mit großer Wahrscheinlichkeit als KL NVA nur an diesem Platz errichtet wurde, weil es immer noch strahlt.

Das Tanklager wiederrum ist ein Stück des Weges weiter bis Wehlen. Es wurde als (verseuchte) Altlast von der NVA aus WKII-Zeiten übernommen. Darüber kann man noch wesentlich mehr berichten. Beides ist nur zufällig auf so ~2km Luftlinie platziert.

Bobby ( gelöscht )
Beiträge:

07.04.2016 18:32
#5 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Den ersten Atommüll konnte sie sicher nur heimlich bei der NVA deponieren. Irgendwo mußte er ja hin und das große rote Reich wollte Kohle dafür sehen und offensichtlich nicht wenig.
Auch das "verseuchte" TS-Lager war bei NVAs gut vor öffentlichen Blicken geschützt. Wer sollte es entsorgen. Die Rote Armee ist ja bereits an der Sprengung deutschen Betons gescheitert. Hätte auch dann keine Entsorgung anderer Dinge auf den Weg gebracht.

Frank1 Offline



Beiträge: 375
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07.04.2016 18:34
#6 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

@Frank schrieb:

Zitat von bobby
Den ersten Atommüll konnte sie sicher nur heimlich bei der NVA deponieren. Irgendwo mußte er ja hin und das große rote Reich wollte Kohle dafür sehen und offensichtlich nicht wenig.

Neeh, das ist tatsächlich hier umgekehrt so. Das läßt sich auch belegen. Es ist nur nicht so bekannt, da eben das Zwischenlager geheim gehalten wurde. Der Standort Lohmen wurde u.a. auch wegen der Nähe zum Forschungsreaktor in Rossendorf und dessen Abfällen gewählt. Nachdem es schneller voll war als geplant und beräumt werden musste, wurde dann hier das KL-32 errrichtet. Aber in Kavernen, die nicht vom ZWL genutzt wurden.

Zu Morsleben steht richtigerweise »

Zitat
Die erste Teilgenehmigung für die rückholbare Einlagerung von 500 Kubikmetern radioaktiver Abfälle aus dem überfüllten zentralen Zwischenlager der DDR in Lohmen bei Dresden wurde 1971/72 ausgesprochen. Diese Einlagerungen begannen aufgrund ökonomischer Abwägungen noch vor den Umbau-Maßnahmen (Errichtungs-Genehmigung 1974) des Salzbergwerks zum Endlager. In den Folgejahren wurden kleinere Mengen radioaktiver Stoffe eingelagert, obwohl erst 1978/79 die Inbetriebnahme-Genehmigung erteilt wurde.

Volkmar Offline




Beiträge: 41
Punkte: 61

07.04.2016 18:38
#7 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Dazu gab es vor kurzem einen Artikel bei uns in der Zeitung.

http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=3008572

Frank1 Offline



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07.04.2016 18:40
#8 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

@Frank schrieb:
Naja, wenn schon die alles überstrahlende Lichtgestalt PB darüber berichtet :D Und dann so. Der Bericht fiel mir damals schon auf. Ihr könnt ja gern die Themen trennen » TSL-24 & KL-32. Immerhin mindestens 750m Luftlinie dazwischen. Gerade noch mal gecheckt.

Arkona Offline



Beiträge: 23
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07.04.2016 18:51
#9 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

TSL-34 Utzedel bei Demmin
Das jüngste TSL der LSK/LV NVA.
Das TSL- 34 wurde ab 1972 für ca. 40 Mio DDR-Mark gebaut und stellte die Versorgung der im Nordraum der DDR dislozierten Truppenteile und Ein-
heiten der LSK/LV mit Flugkraftstoff und T/S sicher.
Vor dem Hintergrund des geplanten Aufwuchses der Luftstreitkräfte im Nordraum um 2 JBG, 1 KHG, 1 TAFS war der Bedarf so groß, dass ein separates Tanklager erbaut werden musste.
Ein Tanklager mit Gleisanschluss. Der Gleisanschluss lag aber bereits vorher und auf den Gleisen standen Kesselwagen-- als Tanklager (Reserve) der 3. LVD.

Personalstärke : ca. 12 AA und ca. 80 ZB.

Leiter:
1972 - 1974 OSL Röse, Kurt
1974 - 1990 OSL Schulz, Jürgen - besonders mit OSL Schulz hatte ich in den 80gern viel zu zun.

Richtfunker Offline




Beiträge: 104
Punkte: 136

08.04.2016 08:35
#10 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

In den 1980ger Jahren mußte in Utzedel Richtfunktechnik installiert werden. Antennenmast aufbauen und Richtfunkantennen dran.
Wir entfalteten damals Richtfunkbetriebsstelle 8 Cölpin - TSL 34 Utzedel- Feldflugplatz Warbelow - Richtfunkbetriebsstelle 9 Klein Kussewitz.
Natürlich war in Warbelow gleiches aufzubauen. Denn zuvor war dort auch nichts.
Zum Einsatz kamen FM24/400. In Utzedel Zwischentechnik AZG, in Warbelow AZG+MTF+MNF. Die RFB hatten ihre eigene Technik.
Von den zwei Primärgruppen war zu schalten: 1 Primärgruppe transit durch von RFB 8 zu RFB 9 als Ersatz für die ständig vom Westen überwachte Tropo R410.
1 Primärgruppe von beiden Seiten in Warbelow herausgeführt. So das Einzelkanäle Transit durchgeschalten werden konnten , aber auch Kanäle in Warbelow enden konnten.
Hintergrund war die oft diskutiere Verlegung MFG-28 nach Warbelow. Dies war die Vorbereitung der Fernmeldesicherstellung.

Ich hoffe, dass die Details nicht zu sehr langweilen.

Regenmacher Offline



Beiträge: 15
Punkte: 31

09.04.2016 21:14
#11 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

TSL-44 Niederlehme
Ich habe gelesen, dass es im Jahr 1939 bei Verein Holzverkohlungsindustrie AG gebaut und besteht aus vier Lagerbunker (darunter eine Doppelbunker mit 7767 Kubikmeter).
Die Geschichte ist wie folgt: 1940 bis 1945 Kohle und Stahl-Branche Lagerung von Rohstoffen für die Herstellung von Sprengstoffen (Montanindustrie AG Berlin - Paraxol GmbH, Werk Niederlehme), dann nicht in Gebrauch ist für fünf Jahre.
Dann ab 1963 Speicher für Gas und Öl (Neubau Kasernenbereich).
1973 folgten die Neubau der 2 großen Tanks.
Ab 1985 folgte Nachrüstung eines Hochspannungs-Schutzsystem mittels HSA.

Franky2 Offline




Beiträge: 108
Punkte: 128

09.04.2016 21:16
#12 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Gelegen bei Niederlehme am Wasser zwecks Anlieferung per Tankschiff- von früher schon.
Dort muß schon ein Tanklager existiert haben, weit vor Übernahme durch LSK/LV. Denn Rohre und Installationen waren sehr verschlissen.
Dem NBA wurde die Sicherstellung Fernmeldeanlage auf Auge gedrückt nach Totalausfall der Selben. So das immer wieder Techniker dorthin fahren mußten für Verlegung neuer Kabel oder andere Instandsetzungsarbeiten. Eine MSN-70 wurde dort eingebracht.

Frank1 Offline



Beiträge: 375
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09.04.2016 21:17
#13 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

@Frank schrieb:
Ja, das Objekt hat eine Vorgeschichte. Und irgendwie etwas anders, als man so wahrscheinlich denkt.

Dort wurden unter Tarnung einer Autobahnmeisterei bei NL eine Sprengstofffabrik der Dynamit AG betrieben. Es wurden Produkte für die Sprengindustrie hergestellt. Das spätere und auch dazu ausgebaute TSL war tw. das ehemalige Produktenlager für flüssige Rohstoffe.

Auch die 2.NBr nutzte einen Teil dieses alten Geländes.

Arno Offline



Beiträge: 85
Punkte: 109

09.04.2016 21:19
#14 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

die spätere Anlieferung mit flüssigen Rohstoffen erfolgte dann per Reichsbahn, über KW!
Abholung per LKW durch Tankfahrzeuge der KFZ-TKp Krugau.

Amtsberg Offline




Beiträge: 39
Punkte: 51

09.04.2016 21:24
#15 RE: TSL - Treib-u. Schmierstofflager Antworten

Stimmt-Laut Buch 'E&G', Beitrag Oberst Künstler ab 1963.

Trägt aber mit Kennzahl 44 die letzte Kennung. Noch nach Demmin. Nach Aussage auch erst in den 80ger Jahren " neu übernommen" und hergerichtet.
Was war in der Zwischenzeit ?

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