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Dieses Thema hat 22 Antworten
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 Allgemeines europ. Staaten
Seiten 1 | 2
didi Offline



Beiträge: 33
Punkte: 61

15.01.2017 15:08
Serbien Antworten

Ist Serbien nun nach Ukraine das nächste Ziel von EU und USA ? Es sieht ganz danach aus.

Näheres hier: http://www.voltairenet.org/article186797.html

Marco Offline



Beiträge: 22
Punkte: 30

15.01.2017 15:13
#2 RE: Serbien Antworten

Russland und Serbien wollen im Herbst eine gemeinsame große Luftwaffenübung abhalten.
Wo mag der serbische Weg hingehen ?
Einerseits wollen sie in die EU und liefern Kiew Kriegsgerät/Munition für den Bürgerkrieg.
Andererseits der milit. Schulterschluß mit Moskau.
Irgendwann muß sich Belgrad entscheiden.

Branoner Offline



Beiträge: 30
Punkte: 50

15.01.2017 15:14
#3 RE: Serbien Antworten

Serbien mit polit. Seiltanz. In die EU = JA - in die NATO = NEIN.
Wobei jeder weiß, EU war bei den Ostblockstaaten nur der Türöffner und prompt kommt dann die Erpressung auf Beitritt zur NATO.
Serbiens Plan auf Neutralität wird nicht funktionieren.
Aber auch das Volk ist von EU nicht angetan. Um die Beitrittskriterien zur EU zu erfüllen kommen große Einschnitte fürs Volk. Inzwischen ist um die 25% Arbeitslosigkeit.
Die nun vom Volk sozialistisch verwalteten Betrieben MÜSSEN privatisiert werden. Es läuft wie in der DDR der große Kahlschlag.
Kein Wunder wenn dann das Volk die slawischen Wurzeln entdeckt und die Verbundenheit mit Russland. Blut ist dicker wie Wasser.

unterfeld Offline



Beiträge: 60
Punkte: 72

15.01.2017 15:15
#4 RE: Serbien Antworten

Serbien könnte in die selbe Lage kommen wie vor knapp eineinhalb Jahren die Ukraine. Nämlich dann wenn es darum geht, etwaige Erpressungen der EU und des IWF abzuwehren. Schon jetzt ist man in Brüssel über den freundlichen Umgang mit Russland nur wenig erfreut. Bislang setzt die serbische Führung klar auf einen Beitritt zur Europäischen Union. Wenn es aber nach der Bevölkerung geht, würde diese momentan nur mit 44 Prozent einem Beitritt zur EU zustimmen. Die andere Option hieße Eurasische Union unter der Federführung Russlands.

Neumond Offline



Beiträge: 8
Punkte: 17

15.01.2017 15:17
#5 RE: Serbien Antworten

Mit einem vier Meter hohen Zaun will Ungarns rechts-nationale Regierung die Grenze zum südlichen Nachbarland Serbien für Migranten dichtmachen.

„Die Regierung hat Innenminister Sandor Pinter angewiesen, bis zum kommenden Mittwoch die Abriegelung der ungarisch-serbischen Grenze vorzubereiten“, erklärte Außenminister Peter Szijjarto am Rande einer Kabinettssitzung in Budapest. „Die Regierung ist dazu entschlossen, Ungarn und die ungarischen Menschen vor dem Einwanderungsdruck zu schützen“, fügte er hinzu. Ungarn ist eines der Transitländer für die Flüchtlingsströme aus Nahost und Afrika in den Westen Europas.

Das ungarische Parlament erörterte am selben Tag den von der Regierungspartei Fidesz eingebrachten Entwurf einer Novelle des Asylgesetzes. Dieser würde die Regierung dazu ermächtigen, beliebige Länder, darunter auch Serbien, als „sichere Drittstaaten“ einzustufen, womit von dort eintreffende Schutzsuchende wieder in die betreffenden Staaten abgeschoben werden könnten.

Migranten, die in Ungarn aufgegriffen werden, wollen der Regel gar nicht in Ungarn bleiben, sondern nutzen das Land nur als Durchgangsstation in Richtung Westeuropa. Dennoch hatte Ministerpräsident Viktor Orban zuletzt eine aufwendige Plakat-Kampagne mit ausländerfeindlichen Losungen gestartet. Kritiker werfen Orban deshalb billigen Populismus vor.

Florian Offline




Beiträge: 15
Punkte: 27

15.01.2017 15:19
#6 RE: Serbien Antworten

Für den Einen ist es nur Populismus, für Andere dagegen eine längst fällige Notwehrhandlung zum Schutze seiner Bevölkerung.

Domino Offline




Beiträge: 32
Punkte: 60

15.01.2017 15:22
#7 RE: Serbien Antworten

So heftig sind Belgrad und Pristina seit vielen Jahren nicht aneinandergeraten. Der Anlass ist eigentlich eine Banalität, nämlich ein Zug. Das zeigt: In diesem Dauerkrisenherd ist nichts gelöst - trotz jahrelanger EU-Vermittlung und Milliardenhilfen.
Fast 20 Jahre nach dem Bürgerkrieg will Serbien wieder eine Eisenbahnverbindung ins Kosovo ins Leben rufen. Doch die Details haben es in sich.
Der Personenzug ist in 21 Sprachen mit dem Slogan geschmückt "Kosovo ist Serbien" - auch in Albanisch. Dazu: Belgrad hat nicht die Genehmigung der Behörden im Kosovo eingeholt. Denn der Zug soll nur bis ins nördliche Mitrovica fahren, wo die serbische Minderheit die lokale Mehrheit bildet. Und wo die fast nur von Albanern gebildete Kosovo-Regierung nichts zu sagen hat.
Eine blutige Abrechnung zwischen aufgebrachten Kosovo-Serben und einer Einheit albanischer Spezialpolizisten konnte gerade noch verhindert werden. Die Polizisten hatten den Zug an der Grenze gestoppt.
Der Personenzug benötigte für die 270 Kilometer lange Strecke von Belgrad zu seiner Endstation Raska sagenhafte acht Stunden. Ein Schnitt von unter 35 Stundenkilometern auf der oft eingleisigen und nicht elektrifizierten Strecke.
Die kleine Episode zeigt, wie schnell sich aus Winzigkeiten eine Gefahrenlage entwickeln kann. Sie zeigt auch: Die prinzipiellen Positionen im Kosovo-Konflikt sind weiter unüberbrückbar. Trotz jahrelanger Vermittlungsbemühungen der EU, trotz Milliarden an Finanzhilfen, trotz der NATO-geführten KFOR-Schutztruppe und trotz der größten EU-Auslandsmission EULEX.
Serbien will das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo, das 2008 abgefallen war und inzwischen von weit mehr als 100 Ländern anerkannt ist, wieder zurückhaben. Die Albaner wollen Kosovo aber mittelfristig zu Albanien hinzu fügen.

Bobby ( gelöscht )
Beiträge:

24.03.2017 16:36
#8 RE: Serbien Antworten

Das Militärmuseum in der serbischen Hauptstadt Belgrad hat am Donnerstagabend zum 18. Jahrestag des Beginns der Nato-Bombardierung im ehemaligen Jugoslawien ein sowjetisches Flugabwehrraketensystem aufgestellt.

Das radargeleitete Flugabwehrraketensystem S-125 Newa soll Medienberichten zufolge im Jahr 1999 während der Nato-Operation in Jugoslawien ein amerikanisches Flugzeug F-117 mit Tarnkappentechnik abgeschossen haben.

Dietmar Offline



Beiträge: 19
Punkte: 35

29.11.2017 13:22
#9 RE: Serbien Antworten

UN-Tribunal
Der Angeklagte hatte nach seiner Verurteilung zu 20 Jahren Haft gerufen: "Slobodan Praljak ist kein Kriegsverbrecher. Ich weise Ihr Urteil zurück." Dann hatte er aus einem kleinen dunklen Becher eine Flüssigkeit getrunken. GIFT.
Die Zuschauer konnten nicht sehen, ob der Angeklagte zusammengebrochen ist. Richter und Anwälte reagierten bestürzt. Während des Bosnienkrieges (1992-1995) war Praljak Militärchef der bosnischen Kroaten.
Das UN-Kriegsverbrechertribunal zum früheren Jugoslawien hatte zuvor bereits in dem Berufungsverfahren die hohen Gefängnisstrafen für zwei weitere ehemals ranghohe Führer der bosnischen Kroaten bestätigt. Hauptangeklagter Jadranko Prlić (58), ehemaliger Regierungschef des damals selbst proklamierten Kleinstaates Herzeg-Bosna, wurde zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.
Es sollte das letzte Urteil des Tribunals sein, das nach 24 Jahren zum Jahresende seine Arbeit abschließt. Wann die Sitzung fortgesetzt werden sollte, war unklar.
Das UN-Tribunal war das erste internationale Gericht für Urteile wegen Kriegsverbrechen in Europa nach 1945. Ex-Serbenführer Radovan Karadzic wurde 2008 an Den Haag ausgeliefert. 2016 wurde er unter anderem für den Völkermord von Srebrenica zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt.
Der militärische Chef der bosnischen Serben, Ratko Mladic, war 2011 gefasst worden. Gegen den Ex-General verhängten die Richter erst in der vergangenen Woche eine lebenslange Haftstrafe.
Heute steht niemand mehr auf der Fahndungsliste des UN-Gerichts. Zu den 84 Verurteilten gehören die militärisch und politisch Verantwortlichen der schlimmsten Verbrechen.

So ist es politisch von den USA gewollt.
Jedoch die Verantwortlichen für die schlimmsten Verbrechen sitzen in politischen und militärischen Posten der USA und der NATO. Denn die haben den Jugoslawien-Krieg damals hervorgerufen und werden bis heute nicht bestraft.

Funkmeister Offline



Beiträge: 10
Punkte: 14

30.12.2018 18:35
#10 RE: Serbien Antworten

Demos
Bereits die vierte Woche in Folge demonstrieren Tausende Menschen gegen den serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic. Laut dem serbischen Mitglied des bosnischen Staatspräsidiums Milorad Dodik werden diese Proteste durch einen „ausländischen Faktor“ angefacht.

Die Aufstände ereignen sich in der serbischen Hauptstadt Belgrad und in Banja Luka (Regierungssitz der Republika Srpska in Bosnien und Herzegowina). Die Protestler werfen der Regierung und dem Präsidenten vor, Gewalt gegen Regierungskritiker zu tolerieren und demokratische Freiheiten eingeschränkt zu haben.
Laut dem bosnischen Spitzenpolitiker Dodik steht allerdings ein „ausländischer Faktor“ hinter den Demonstrationen, darunter vor allem das Vorgehen Großbritanniens.

„Großbritannien hat sechs Millionen Pfund genehmigt, um einen russischen Einfluss hier zu verhindern. Dies bedeutet, dass das Geld in verschiedenen Nichtregierungsorganisationen, in den Medien… verwendet wird, um Instabilität zu erzeugen und die Macht in Belgrad und der Republika Srpska zu stürzen“, so Dodik.

So werden Umstürze im Sinne des Westen vorbereitet.

Joachim Offline




Beiträge: 39
Punkte: 50

24.03.2019 22:55
#11 RE: Serbien Antworten

„Unsichtbar? Sorry, wussten wir nicht“ – Wie Serben einen F-117-Kampfjet abschossen

Eins-Null: Eine sowjetische Rakete aus den 1960er-Jahren, Mut, Optimismus und patriotischer Aufschwung gegen einen hochmodernen, mit neuesten Ausrüstungen „voll bewaffneten, unschlagbaren und unsichtbaren“ US-Bomber. Solche Flugzeuge setzte die Nato ein, um dem jugoslawischen Volk „die Freiheit zu schenken“.

Aus den ersten Tagen der Bombenangriffe gegen Serbien.

Der Kampfjet F-117 „Nighthawk“, der wahre Stolz der US-Fliegerkräfte, der am 27. März 1999, nur drei Tage nach dem Beginn der Nato-Bombenangriffe gegen Jugoslawien, unweit des Dorfes Budanovci abgeschossen wurde, bleibt die einzige Stealth-Maschine, die die Allianz verloren hat.
Der Oberst der jugoslawischen Streitkräfte Zoltan Dani war während der Nato-Aggression gegen Jugoslawien Kommandeur der 3.Abteilung der
250. Raketenbrigade der Luftabwehr. Seine Soldaten, die den amerikanischen Super-Kampfjet zu Fall gebracht hatten, wurden zu Nationalhelden Serbiens.

Er erklärte, dass seine Abteilung 1999 für die Ortung von Luftzielen Radaranlagen im Meterwellenbereich einsetzte.
„Radare im Meterwellen-Bereich können leichter Stealth-Flugzeuge orten, also konnten wir es rechtzeitig entdecken und ließen es in unseren Wirkungsbereich maximal weit fliegen. Als die Maschine nur noch 15 Kilometer entfernt war, erteilte ich den Befehl, sie zu erfassen. Ich befahl dem Richtkanonier Senad Muminovic, den Start-Knopf zu drücken – und die Rakete wurde abgefeuert“, erinnerte sich Zoltan Dani.

Dieses Flugzeug verfügte über modernste Technologien, die es ihm erlaubten, für alle möglichen Radarsysteme der damaligen Zeiten „unsichtbar“ zu bleiben. Aber die serbischen Radare „wussten“ nichts davon.
Dani zufolge verfügten die serbischen Streitkräfte über sowjetische Militärtechnik, unter anderem über Raketenkomplexe S-125M „Petschora“, die Belgrad in den frühen 1980er-Jahren erhalten hatte. Und hergestellt waren sie noch in den 1960ern worden.

„Es war sehr wichtig, dass wir diese Technik aufrechterhalten konnten, so dass sie unter echten Gefechtsbedingungen einsatzbereit war. Dadurch konnten wir etwas Unglaubliches tun – eine F-117 abschießen“, so der Oberst a.D.

Quelle: Sputnik

Velo Offline



Beiträge: 3
Punkte: 3

09.11.2019 18:05
#12 RE: Serbien Antworten

Erpressung !
USA mahnen Serbien: Kooperation mit Russland zieht Sanktionen nach sich
Der Sonderbeauftragte des US-Außenministeriums, Thomas Zarzecki, hat den 1. Vizepremier und Außenminister Serbiens, Ivica Dačić, an die Regeln für die Sanktionsverhängung gegen Drittländer im Falle ihrer Zusammenarbeit mit russischen Verteidigungsstrukturen erinnert, teilte das serbische Außenamt mit.

Das US-Sanktionsgesetz CAATSA wurde im Jahr 2017 angenommen und sieht Sanktionen gegen Russland, den Iran und die KDVR sowie gegen jene Drittländer vor, die mit den genannten Ländern eine militärtechnische Zusammenarbeit betreiben.

„Das Ziel des Besuchs von Thomas Zarzecki besteht darin, die zuständigen Organe der Republik Serbien über die wichtigsten Teile des ‚Gesetzes über den Widerstand gegen die US-Gegner durch Sanktionen‘ zu informieren, insbesondere über Artikel 231, der die Möglichkeit der Verhängung von US-Sanktionen gegen natürliche und juristische Personen betrifft, welche mit dem Aufklärungs- und Sicherheitssektor Russlands zusammenarbeiten. Vor seiner Ankunft in Serbien hatte Zarzecki noch weitere 60 Staaten besucht“, teilte das serbische Außenministerium mit.

Partisan Offline



Beiträge: 6
Punkte: 10

09.11.2019 18:07
#13 RE: Serbien Antworten

So ist Amerika als schlimmster Feind der Erdbevölkerung.
Erpressung, Drohung, Krieg- mehr haben sie seit bestehen der USA nicht hinbekommen.

Werner B. Offline




Beiträge: 20
Punkte: 28

12.12.2019 18:49
#14 RE: Serbien Antworten

Manöver „Slawische Bruderschaft 2019“

In der serbischen Stadt Pancevo hatte im Sommer das internationale Manöver „Slawische Bruderschaft 2019“ begonnen; Serbien, Russland und Weißrussland waren dabei.

In Pancevo auf dem Stützpunkt der Sonderbrigade der serbischen Armee .

Die Übung wurde bereits das fünfte Jahr in Folge veranstaltet, wie deren Leiter, der Brigadegeneral der serbischen Armee Miroslav Talijan, erläuterte. Über die Bühne ging sie vom 14. bis 27. Juni 2019.
Rund 700 Militärangehörige aus den drei Ländern, mehr als 50 Kampfgeräte, fünf Jets der Transportfliegerkräfte sowie drei unbemannte Luftfahrzeuge waren Teil des Manövers .
„Aus der Russischen Föderation waren Soldaten von einem der Luftsturmregimenter der Luftlandebrigade Pskov dabei“, so das russische Verteidigungsministerium.

Im Jahr 2018 ging das Manöver auf dem Übungsplatz „Rajewski“ in der südrussischen Region Krasnodar vonstatten.

Dan000 Offline



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Punkte: 43

25.07.2022 22:49
#15 RE: Serbien Antworten

Innenminister Serbiens: Ausländischer Geheimdienst wollte mich zu Anti-Russland-Haltung drängen
Serbiens Innenminster Aleksandar Vulin behauptet, ausländische Spione hätten ihn zu einer Anti-Russland-Haltung gedrängt. Man plane gegen ihn eine Kampagne, um ihn zu diskreditieren. Ins Visier geraten sei der Minister demnach wegen seines Pochens auf der militärischen Neutralität Serbiens.
Ein bedeutender ausländischer Geheimdienst habe den serbischen Innenminister Aleksandar Vulin nach eigener Aussage wegen seiner Haltung gegenüber Russland und China unter Druck gesetzt. Bereits diese Woche soll auch eine groß angelegte Medienkampagne gegen ihn beginnen, erklärte der serbische Minister am Samstag im Morgenmagazin des Fernsehsenders Pink. Der 49-Jährige sagte wörtlich:
"Einer der größten Geheimdienste der Welt, wenn nicht sogar der größte, hat mir mitgeteilt, dass meine Positionen inakzeptabel seien und dass ich, wenn ich sie nicht ändere und die Politik, die ich verfolge, nicht aufgebe, kein Mitglied der Regierung sein werde und sie alles tun werden, damit ich kein Mitglied der Regierung werde und sie absolut alles unternehmen werden, um mich irgendwie zu diskreditieren."
In den kommenden zwei bis drei Wochen soll in Serbien nach den Parlamentswahlen im April dieses Jahres die neue Regierung gebildet werden. Bislang sind die Personalien für die Ministerposten nicht verkündet worden. Vulin erklärte in der Sendung, dass es in den finalen Tagen vor Regierungsbildungen stets Personen gab und gibt, gegen die man eine "großangelegte Kampagne startet", weil jene "unter keinen Umständen" unter den neuen Ministern sein dürften. Dieses Mal sei er diese Person.
Eine Medienkampagne gegen ihn werde voraussichtlich diese Woche beginnen, so Vulin. Er weigere sich – trotz des Drucks – in irgendeiner Weise mit den ausländischen Agenten zusammenzuarbeiten. Der 49-Jährige ergänzte:
"Die Bedingung war, dass ich für diesen ausländischen Geheimdienst arbeite. Das werde ich nicht tun, auch nicht um den Preis meines eigenen Lebens.
Ich habe für niemanden gearbeitet und werde weiterhin für niemanden arbeiten, außer für das serbische Volk, den serbischen Staat. Und ich werde niemandem gegenüber völlig loyal sein, außer dem Präsidenten aller Serben, Aleksandar Vučić."
Der serbische Minister forderte den Präsidenten des Landes außerdem dazu auf, Serbiens militärische und politische Neutralität zu wahren und ungeachtet des Drucks von außen gute Beziehungen auch zu Russland und China zu pflegen.
Hochrangige serbische Amtsträger haben wiederholt erklärt, das Land stehe angesichts des anhaltenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine unter zunehmendem Druck aus dem Ausland. Belgrad hat sich bislang jedoch geweigert, sich Sanktionen gegen Russland oder anderen feindseligen Handlungen des kollektiven Westens gegen Moskau anzuschließen. In Serbien wird stets darauf verwiesen, dass man weiterhin seine eigenen Interessen verfolgen und gleichzeitig die langjährigen Beziehungen zu Moskau aufrechterhalten werde.
Vulin hat inmitten der derzeitigen Krise eine besonders klare Haltung eingenommen. Anfang Juli hatte der serbische Minister gesagt, die USA und die EU würden Serbien offen dazu drängen, "ein Fußsoldat der NATO" zu werden, um "jemand zu werden, der sich auf einen Konflikt mit Russland einlassen will." Damals betonte Vulin:
"Wir sind da sehr klar und deutlich: Wir werden uns nicht an einem Konflikt mit Russland beteiligen, wir werden uns nicht an den Kriegen anderer beteiligen, wir werden nicht die Fußsoldaten von jemand anderem sein."

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