Stimmt, den fuhr ein Zivilangestellter Ich war der zweite Soldat der ihn Über-nommen hat.Tatra war Fahrkupplung. Als Herr Sonntag in Rente ging, wurde ich gefragt ob ich die Werkstatt übernehmen könnte. Habe abgelehnt.
du alte Nase. War doch eine schöne Zeit in der 5. Besonders in Malz und Wall war es doch ruhig und gelassen. Ich habe ja als Kompanieschreiber deine Entlassung begleitet . Gab schlimmere als Dich.
Hallo, Ich war von November 85 bis April 87 in der II. Kompanie 1.Zug 2. Gruppe bei Uffz. Pfanne. KC war Olt. Dräger später Jank. Ich hab die T 100 gefahren. Btl.- Komm. war Robby Schramm und Reg. - Komm. Osl Bockler.
Schön hier die alten Geschichten zu lesen. Ich war von 83 bis 90 in der Stabskompanie. Zum Schluss bei Hptm. Lange /KC und Spieß war Fähnrich/Ofä Friedrich. Zuvor war Spieß Sfw. Bertram.Mein erster Zugführer war Stabsoberfähnrich Teichmann. Ich hatte dann noch das chemische Lager. Welches hinten an der Ba Lager war.
Fähnrich Friedrich, war der nicht auch mal Spieß in der 6. Kompanie? Der Ofw. Groß von unserer 2. Kompanie hatte immer ein Schwein auf seinen Schreibtisch gestellt und meinte es wäre Schweinchen Friedrich.
Ich war von 1972 bis 1973 dabei zum Schluss in Seelow bin dabei meine Erinnerungen zusammen zu stellen Werde in nächster Zeit berichten Grüße von Wolfgang (Schimmel)
Zitat von Mars im Beitrag #2Die sind gebildet worden nach Verlegung des anderen TT nach Seelow.
War dann StrBPiR 7001 und 7008 in Neuseddin.
Zitat von Gregor im Beitrag #1Gelegenheit nutzend. Wer weiß was zum Straßenbrückenbau-Regiment Seelow ? Es wurde zunächst im Standort Neuseddin 1971 bis 1973 formiert. Ab 15. Dez. 1972 verlegte das Regiment von Neuseddin an den Standort Seelow. Die Unterstellung erfolgte unter den Chef der Straßenbautruppen im Ministerium für Bauwesen. Der Truppenteil wurde zu Bauvorhaben in Berlin(Ost), Magdeburg, Bad Saarow, Seelow und beim Autobahnbau Berlin nach Rostock eingesetzt. Zum 15. März 1990 kam die Auflösung. Mein verstorbener Schwiegervater war dort Offizier.
Habe von 03.05.1972 bis 30.10.1973 in Neuseddin dann in Seelow gedient Ist schon 53Jahre her ,viel Zeit vergangen Ich war in der 3.Kompanie und unser Kompaniechef war Utln. Wisser Ungefähr im Oktober 72 wurde eine Gruppe zusammen gestellt....8 Soldaten, 1 Uffz , 1Major der Rückwärtigen Dienste, 1 LKW mit Fahrer (weiß leider nicht mehr die Namen) Alles komplett einpacken und ab ging es nach Seelow In Seelow wurden wir in Baracken untergebracht, wurden zur Unterstützung der Bauarbeiter aufgeteilt Ich war später Heizer im Kesselhaus bis zum Dienstende (Nachtschicht)
Zitat von Mars im Beitrag #2Die sind gebildet worden nach Verlegung des anderen TT nach Seelow.
War dann StrBPiR 7001 und 7008 in Neuseddin.
Zitat von Gregor im Beitrag #1Gelegenheit nutzend. Wer weiß was zum Straßenbrückenbau-Regiment Seelow ? Es wurde zunächst im Standort Neuseddin 1971 bis 1973 formiert. Ab 15. Dez. 1972 verlegte das Regiment von Neuseddin an den Standort Seelow. Die Unterstellung erfolgte unter den Chef der Straßenbautruppen im Ministerium für Bauwesen. Der Truppenteil wurde zu Bauvorhaben in Berlin(Ost), Magdeburg, Bad Saarow, Seelow und beim Autobahnbau Berlin nach Rostock eingesetzt. Zum 15. März 1990 kam die Auflösung. Mein verstorbener Schwiegervater war dort Offizier.
Habe von 03.05.1972 bis 30.10.1973 in Neuseddin dann in Seelow gedient Ist schon 53Jahre her ,viel Zeit vergangen Ich war in der 3.Kompanie und unser Kompaniechef war Utln. Wisser Ungefähr im Oktober 72 wurde eine Gruppe zusammen gestellt....8 Soldaten, 1 Uffz , 1Major der Rückwärtigen Dienste, 1 LKW mit Fahrer (weiß leider nicht mehr die Namen) Alles komplett einpacken und ab ging es nach Seelow In Seelow wurden wir in Baracken untergebracht, wurden zur Unterstützung der Bauarbeiter aufgeteilt Ich war später Heizer im Kesselhaus bis zum Dienstende (Nachtschicht)
Ich war von 1972 bis 1973 dabei zum Schluss in Seelow bin dabei meine Erinnerungen zusammen zu stellen Werde in nächster Zeit berichten Grüße von Wolfgang (Schimmel)
Hallo , weiß jemand was aus Robby Schramm geworden ist? War er bis zum Schluss im SBBR Seelow? Er hatte ja immer höhere aufhaben an sich selbst gestellt. Ich hab ihn als streng aber gerecht kennen gelernt. Im Gegensatz zum heutigen Briefmarkensammlerchef von Seelow Dräger. Schramm war ja 87 Bataillons Kommandeur.
InaG
(
Gast
)
Beiträge:
22.01.2026 18:09
#41 RE: Straßen u. Brückenbau-Regt. 7004 Seelow-Waldsiedlung
Mein Vater war als ziviler Angestellter von Juni 1976 bis Februar 1982 in der Waldsiedlung beschäftigt; zuerst in der Schlosserbrigade als Betriebshandwerker und ab 1981 als Leiter des Heizwerkes.
Auch meine Mutter war kurze Zeit im Büro angestellt.
Ich selbst kann mich daran erinnern, dass ich ein paar Mal als kleines Kind dort war. Ich habe begeistert auf der Schreibmaschine meiner Mutter rumgetippt.
Allerdings fand ich draußen die vielen Soldaten schon furchteinflössend, die an mir vorbeiliefen.
Hallo Ina Ich habe von ungefähr 15.09.1972 bis 30.10.1973 in Seelow gedient, und war bis zum Schluss im Heizhaus später als Schichtleiter tätig. Es gab ein Zivil Angestellter in meiner Schicht, er hatte uns gut mit Getränken und Verpflegung versorgt (wir konnten uns nicht mit der NVA Verpflegung nicht beklagen). Sein Name ist " Werner Felke" ,wir waren gut befreundet. Würde mich freuen wenn ich was von ihn erfahren würde MfG W.Hartmann (Schimmel) war mein Spitzname
Hallo, dann kennen wir uns. Die Transportgruppe des II. Bt. war im 1. Zug untergebracht, meine Wenigkeit im 2. Zug. Vor allen Dingen war ich im Bt.- Stab im Verwaltungsgebäude tätig. Einige Zeit war ich auch Wachhabender in Berlin-Marzahn. Erinnerungswürdig ist auch die Schlammschlacht auf der Baustelle in Straußberg.
Zitat von uffz81/84 im Beitrag #14War auch UaZ.EK II/84, 5.Kompanie, 2.Zug, 3.Gruppe (Technik) Hier mal eine (meine)kleine Geschichte
Ein nasskalter Dienstagvormittag im November, konkret der 03.11.1981 – der Tag meiner Einberufung. Mit der S-Bahn ging es von meinem Heimatort Königs Wusterhausen quer durch Berlin nach Strausberg. Auf dem dortigen Bahnhof erkennbar einige Leute die vermutlich das gleiche Ziel wie ich haben. m Bummelzug nach Seelow dann erste Gespräche und ja auch die anderen ca. 15 Jungs müssen da hin. Noch 2-5 Schluck aus der kreisenden Wodkaflasche und wir sind da. Wir sind die einzigen die ausgestiegen sind und stehen auf dem Menschenleeren Bahnsteig. Die Erregung steigt-was erwartet mich hier? Wir trotten langsam Richtung Ausgang und die leere Wodkaflasche landet im Papierkorb. Und da sind sie – Soldaten!!! Genauer gesagt ein Unterleutnant, ein Unteroffizier und ein Gefreiter- die Standortstreife mit dem obligatorisch weißen Koppelzeug. Sie Mustern uns bei unserer Annäherung und wir fummeln unser Einberufungsbefehle raus. Ein kurzer Blick-Kopfnicken und die freundliche Aufforderung Richtung Ausgang zu gehen. Auf dem Vorplatz stehen zwei W50 Pritschenwagen. Wir klettern rauf und ab geht die Fahrt. Unterwegs kreist nochmals eine Flasche Goldbrand. Die beiden Gefreiten am Ende der Sitzbänke schmunzeln, sagen aber nichts. Dann sind wir da. Absitzen und erste Antrete versuche. Ein Stabsfeldwebel (später als Spieß der Stabskompanie identifiziert) kontrolliert die Anwesenheit und teilt jedem seine zukünftige Einheit zu. Ein paar von uns landen in der Stabskompanie. Wie sich später herausstellt alles UaZ (Unteroffizier auf Zeit-3 Jahre) bzw. Buffi`s (Berufsunteroffiziere-10 Jahre) -also meine späteren Begleiter. Dann geht das normale Prozedere der Einkleidung los. Ab in die Kleiderkammer und alles was „Mann“ so brauch, ob`s passt oder nicht, rein in die große Zeltbahn. Dann zurück auf Bude. Hier werden wir schon vom Spieß, einem Leutnant, einem Unteroffizier und mehreren erfahrenen Gefreiten erwartet und wir erfahren die Geheimnisse der „Schrankkunde“, was kommt wo, wie in/auf den Schrank, Teil I+II packen und verstauen. Dann Bettenbau. Letztendlich nochmals Antreten und Ansprache vom KC und Spieß zum weiteren Ablauf. Abendbrot im „Futterwürfel“ (war auch ein erstes prägendes Erlebnis) und dann hungrig in die Nachtruhe. Erstes Wecken um 6.00 Uhr mit Trillerpfeife und dem lauten Ruf des UvD. Eigentlich noch total müde beginnt der Tag mit dem ersten Frühsport meines Lebens. Dann normaler Tagesablauf. Wir erhalten Einblicke zum Stubendurchgang, Morgenapell mit Antrete Ordnung und natürlich mit den entsprechenden Meldungen /Befehlen. Erste gemeinsame Marschversuche und immer wieder wegtreten mit anschließender „Modenschau“. Heraustreten in Feldienstanzug, Ausgangsuniform, Sportzeug kurz/lang, Feldmarschmäßig ……….- das übliche halt. Nachmittags dann eine Intensive Einweisung in die Geheimnisse der Stuben-Reviereinigung, insbesondere des Außenreviers (zur Stabskompanie gehörte die Sturmbahn dazu). Zwischenzeitlich erhalten wir Informationen welche Spezialisierung jedem von uns zugedacht ist. Ich bin als Brückenbaupionier vorgesehen, andere als Militärkraftfahrer oder auch Taucher.
Die Tage vergehen. Wir lernen das Einmaleins der soldatischen Grundtugenden-Exerzieren. Achtung! Antreten (in allen Variationen), Richt-euch, Augen gerade aus, Linksum, rechtsum, Abteilung -kehrt ………. Marschieren geht schon recht manierlich und wir singen auch schon!!! Dann, am 06.11.1981 nach dem Morgenapell – Sachen packen! Alles wieder in die Zeltbahn und dann aufsitzen auf einen W50. Es ist richtig frisch und ungemütlich (November eben). Die Fahrt beginnt und keiner weiß wo es eigentlich hingeht. Nach Stundenlanger Fahrt kommen wir total durchgefroren am Ziel an. Wir sind im Eisenbahnpionierausbildungsregiment 2 (EPiAR-2) Doberlug-Kirchhain, in der dortigen Unteroffiziersschule, angekommen. Unsere Ausbilder erwarten uns schon sehnsüchtig. Sachen fassen und einrücken zur Unterkunft. Der Spieß (ein Oberfähnrich) teilt uns die Zimmer zu und wir haben bis zum Zapfenstreich zu tun. Natürlich gibt`s auch hier neue Zuteilungen zum Stuben-Revierreinigen. Am nächsten Tag beginnt die Grundausbildung. Erst einmal “Hochzeit“ -sprich Waffenempfang, jeder bekommt seine „Braut“. Ganz normaler Tagesablauf nach Plan, vorrangig Übungen-Gefechtsalarm. Normzeiten des Heraus und Antretens werden exerziert. Zigmal Trepp auf/ Trepp ab bis die Abläufe und Zeiten passen. Zwischendurch Waffenreinigen (kennenlernen der „Braut“), Anlegen der Schutzausrüstung auf Kommando und Normzeit, polit-aktuelles Gespräch, Putz-und Flickstunde und natürlich immer wieder Exerzieren.
Nach ein paar Tagen – Wecken mit Gefechtsalarm. Das Tagelang geübte zahlt sich aus-wir schaffen es in der vorgegebenen Normzeit. In Erwartung lobender Worte und eines wohlverdienten Frühstücks kommt unvermittelt das Kommando“ Rechtsum, im Gleichschritt- Marsch“. Es ist kalt geworden und es fängt an leicht zu schneien. Es geht durch die hintere Torausfahrt hinaus in die „Walachei“ (Standortübungsplatz). Die Kaserne bleibt hinter uns und ich bin total gespannt was jetzt kommt. Erst einmal gar nichts. Wir marschieren auf einem unbefestigten Weg an einer riesigen Freifläche entlang und dann quer durch einen Wald und plötzlich unvermittelt – ein Zeltlager. Die Mannschaftszelte (5x5 m) sind mit 8 Feldpritschen sowie einem runden, gusseisernen Kanonenofen in der Mitte ausgestattet. Wie sich dann herausstellt unser neues Domizil für die nächsten 14 Tage der Grundausbildung. Der komplette Tagesablauf läuft unter Feldmäßigen Bedingungen ab. Es ist sehr ungemütlich. Regen-Schneeschauer, die Temperaturen sinken und erster Schnee bleibt liegen. Die Klamotten werden nicht mehr trocken und die „Susi“ muss jeden Tag geputzt und geölt werden. Über sanitäre Belange möchte ich nicht reden.
Ich will nach Hause.
Endlich ist die Grundausbildung zu Ende. Mit einem Lied auf den Lippen marschieren wir zurück in die Kaserne in freudiger Erwartung von wohlgeheizten Räumen und unseren (ja noch immer ungemachten) Betten. Zwischenzeitlich dann natürlich die Vereidigung und dann das erste wirkliche Highlight am 01.Dezember. Wir werden zu Unteroffizierschülern ernannt. Die weiteren Wochen sind geprägt von der Pionier-Spezialisierungsausbildung. Waffenkunde, taktische Einsatzmittel (Sprengmittel, Minen, Granaten usw.) und natürlich Eisenbahnstrecken-und Brückenbau. Wir lernen wie man einsatzmäßige Behelfsbrücken errichtet und bauen (meist nur mit gemeinsamer Muskelraft und ohne technische Hilfsmittel) sogar eine Gleisstrecke auf. Zwischendurch natürlich auch „aufregende“ Objektwache. Absolutes Highlight der Ausbildung ist dann die Sprengausbildung. Erst natürlich Theorie-dann die Praxis. Als Abschluss der Ausbildung jagen wir dann unsere zuvor mühevoll errichtete Gleisstrecke in die Luft. Die Zeit vergeht und immer wieder lernen, lernen, lernen mit Prüfungen für entsprechende Berechtigungen (sogar zum Krad-Regulierer) sowie jede Menge Marxismus-Leninismus (Politunterricht). Dann ist es soweit. An einem herrlichen Sonnenscheintag Mitte April 1982 werden wir zu Unteroffizieren ernannt. Jetzt gehören wir dazu und unsere Ausbilder werden auch „lockerer“. Am 23. April dann wieder Sachen packen und ab geht es, zurück nach Seelow. Dort angekommen werden wir den Kompanien zugeteilt. Ich lande im 2.Bataillion, 5.Kompanie, 2.Zug, Gruppenführer der 3.Gruppe. Die Führung erwartet uns schon da eine Grundausbildung für Neu Einberufene vorbereitet werden musste.
(Anm.: Im SBBR-2 war es üblich das die einzelnen Kompanien vorrangig komplett aus einen Einberufungsjahrgang bestand, außer Stabskompanie)
Dann ging`s los. Anfang Mai Grundausbildung sowie Spezialisierung (Militärkraftfahrer) mit den Neuen. Zum Abschluss-Feldlager mit Kfz.-Lehrbahn auf dem Flugplatz Marxwalde (heute Neu-Hardenberg). Anschließend begann für meine restliche Zeit die eigentliche Aufgabe. Unsere Kompanie war spezialisiert auf den strategischen Panzerstraßenbrückenbau im zivilen Bereich, vorrangig im Raum des Bezirk Potsdam. Wir zogen Feldmarschmäßig (ohne Waffen) mit Sack und Pack sowie logistischer Vorplanung im Marschverband los. Vorrangig richteten wir uns an unseren Einsatzorten außerhalb von Ortschaften in Zeltlagern ein. Es kam jedoch auch vor das wir in einer Turnhalle, einer Schule oder auf einem LPG-Gelände Unterkunft erhielten. Natürlich immer mit militärischem Tagesablauf (Wachdienst, Frühsport, Appelle, Revierreinigung usw.). Wir hatten auch einen Koch dabei der immer richtig gut drauf war. Er organisierte immer feine Sachen (nicht nur übliche 08/15 Wurst) für lecker Früh-und Abendbrot und schaffte es sogar für die Baustellen ein zweites Frühstück mit Büchsenwurst aus den Notrationen und Brötchen bereit zu stellen. Mittagsverpflegung gab es meist aus Großküchen der Umgebung welche mit Thermophoren geliefert wurden. Manchmal ging es auch zum Essen direkt in eine Kantine. War alles ein bisschen wie „Ferienlager mit Armee“. Natürlich hatten wir auch jede Menge schwere körperliche Arbeit zu verrichten. Es herrschte ein recht kameradschaftlicher Umgang untereinander ohne die militärischen Grundsätze zu vernachlässigen. Die Arbeitszeiten waren geregelt und durch den militärischen Tagesablauf geplant. Auch Ausgang war möglich, natürlich erst nach Beantragung, Befürwortung und Genehmigung. Auch hatten wir recht gute Kontakte mit der Zivilbevölkerung, vorrangig Bürgermeister und LPG-Vorsitzende. Manch ein LPG-Chef stellte Zielprämien (Spanferkel, Fassbier, Präsente usw.) in Aussicht, wenn wir die Brücken bis zum Erntetermin fertig stellen um den Erntefahrzeugen Umwege ersparen zu können. Manchen Dörfern zieren heute noch betonierte Bushaltestellen und Grundstückseinfahrten welche mit Resten der Brückenbetonierung nebenher im Rahmen „sozialistischer Hilfe“ realisiert wurden. Auch die jungen weiblichen Bewohnerinnen blieben uns nicht verborgen und aus einigen Bekanntschaften entwickelten sich gelegentlich ernsthafte Beziehungen. Sobald eine Brücke fertig war ging es weiter zur nächsten Baustelle welche meistens im Vorfeld logistisch vorbereitet oder schon zeitgleich begonnen wurde. Bis Herbst zogen wir so durchs Land. Dann ging es ab in die Kaserne. Dort blieben wir dann bis April. Wir waren hauptsächlich im Kfz. Park da die Technik überholt und gewartet werden musste. Das Ganze nannte sich „Vorbereitung auf die neue Nutzungsperiode“ und endetet mit einem sehr peniblen Kfz. Apell. Zur Technik gehörten u.a: 1 Trabant P601 Kübel 1 W50 LA/Pritsche (mit beige Fahrerhaus) 2 W50 LA/A (MTW) 1 W50 LK (Dreiseitenkipper mit blauem Fahrerhaus) 3 KrAZ 256B (Kipper) 1 Ural 375D (Werkstattwagen) 1 KrAZ 258 Zugmaschine mit Tieflader für Planierraupe T100 1 Tatra 148 Betonmischer 1 T174 Bagger 1 ADK 125 (Autodrehkran 12,5t) 1 MDK 40 (Mobildrehkran 40t) 1 KrAZ-255W1 Sattelzugmaschine (wegen fehlendem passenden Auflieger nie eingesetzt) Weiterhin mobile Strom-und Pressluftaggregate, Transportanhänger HW60/80, offene Plattenanhänger (6 und 8m) und natürlich unser Bau/Werkstattanhänger sowie ein mobiles Sägewerk auf Anhänger. In dieser Zeit wurde auch die Alarmtechnik (u.a. KrAZ 255B PMP Pontonbrückenleger, Pionierboote) aus den versiegelten Garagen geholt und ebenso gescheckt. Diese waren teilweise in einem erbärmlichen Zustand, weil sie ja, mehr oder weniger, die ganze Zeit ungenutzt in der Halle standen (Reifen platt, Batterien leer, Motor sprang nicht an, teilweise Rost usw.). Viel Arbeit bis alles wieder funktionierte und sie wieder in den Hallen verschwanden. Zwischendurch bereiteten wir logistisch auf unserem Bauhof schon die nächsten Baustelleneinsätze vor und brachten unsere Arbeitsgeräte auf Vordermann. Natürlich standen wir in dieser Zeit auch Wache. Ich war dann immer DH KdL (Diensthabender Kontrolldurchlassdienst), was gegenüber dem normalen Wachdienst angenehmer und ruhiger war. Dann gab`s Kompanieurlaub (ich glaube es war über Weihnachten). Im Frühjahr dann eine mehrtägige Übung mit den „Freunden“ an der Oder. Als das Wetter dann angenehmer wurde zogen wir wieder los – neue Baustellen. Dieser Ablauf zog sich bis Herbst 83 hin und die Jungs unserer Kompanie bereiteten ihre Entlassung vor (EK 83/II). Dann kamen die Neuen. Wieder Grundausbildung und bis April der nicht beliebte Kasernenbetrieb. Ab April zogen wir wieder los bis Oktober. Dann kam meine Entlassung. Am 30.10.1984 stand ich letztmalig angetreten in Zivil auf dem EX-Platz und beim besteigen des W50, welcher uns zum Bahnhof brachte, flog mein Löffel in die Botanik.
Rückblickend auf meine Armeezeit kann ich sagen, dass es doch irgendwie eine gute Zeit war. Durch die überwiegende Bautätigkeit war ich nur geringfügig mit dem militärischen Trott konfrontiert. Schön war auch, dass man die Erfolge der Tätigkeit am Ende immer sah und auch heute noch sehen kann (die meisten Brücken stehen heute noch !!!). Mir sind noch folgende Brückenbauten bekannt, wobei ich mich wahrscheinlich an die eine oder andere Baustelle nicht mehr erinnern kann. Kloster Zinna (bei Jüterbog) Wall (bei Fehrbellin) Brück (bei Niemegk) Fretzdorf (bei Wittstock) Malz (bei Oranienburg)
Hallo, dann kennen wir uns. Die Transportgruppe des II. Bt. war im 1. Zug untergebracht, meine Wenigkeit im 2. Zug. Vor allen Dingen war ich im Bt.- Stab im Verwaltungsgebäude tätig. Einige Zeit war ich auch Wachhabender in Berlin-Marzahn. Erinnerungswürdig ist auch die Schlammschlacht auf der Baustelle in Straußberg.