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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Sonstiges
rupert Offline



Beiträge: 330
Punkte: 370

17.07.2022 14:09
Bunker Antworten

Atombunker in „Top-Zustand“ zu verkaufen – für 1,75 Millionen Euro
302- Eichenthal

Wollten Sie nicht auch schon immer ein ganz besonderes Zuhause Ihr Eigen nennen? Eine Villa auf einer eigenen Insel oder ein Schloss in den Alpen gehören gegenüber dieser Immobilie eher zu den Langweilern: In der Nähe von Bad Sülze, in der Gemeinde Lindholz, steht ein Bunker zum Verkauf. Wer das nötige Kleingeld hat, könnte also schon bald ganz tief unter der Erde die Füße vorm Fernseher hochlegen.

Nötiges Kleingeld heißt in diesem Fall: 1,75 Millionen Euro. So viel wird für den Troposphärenschutzbunker Eichenthal im Internet aufgerufen. Inklusive Nebenkosten kommt man am Ende auf etwas mehr als 1,9 Millionen Euro. Aber wer es sich leisten kann, der zahlt Maklerprovision, Grunderwerbssteuer oder den Notar wohl eher aus der Portokasse.

Beworben wird die Immobilie als „Funktionsfähiger Atombunker“. Gemeint ist das Museum der dramatischen Art, das der aktuelle Eigentümer Götz Thomas Wenzel im Bunker Eichenthal betreibt. Wenzel hatte vor fast 20 Jahren den Bunker entdeckt und 2005 gekauft. In den folgenden Jahren entrümpelte und renovierte Wenzel den Bunker in Eigenarbeit. 2007 eröffnete er das Museum.

„Das ist sicherlich ein Spezialobjekt“, sagt Dirk Pioch. Pioch betreut für die Agentur makellos ... die anderen immobilienmakler ! GmbH & Co. KG das Objekt Bunker Eichenthal. Das Gelände und die Bunkeranlage seien im Top-Zustand. „Das ist eine extreme Leistung“, sagt Pioch zu dem Werk Götz Thomas Wenzels, der die seinerzeit verlassene Anlage nahezu in Eigenleistung zum Museumsbunker umgebaut hat.

Noch vor der aktuellen Saison hatte Götz Thomas Wenzel angedeutet, den Bunker abgeben zu wollen. So habe er angesichts möglicher Bedrohungen in Folge des Ukraine-Krieges die Anlage dem Bund anbieten wollen. Auch hatte Götz Thomas Wenzel geäußert, einen Nachfolger suchen zu wollen. Es sei an der Zeit, das Gelände abzugeben. Er selbst wolle aber dort wohnen bleiben und gegebenenfalls mitarbeiten.

„Ich bin müde“, sagt Wenzel. 18 Jahre habe er den Bunker nun betreut. Darunter habe auch die Gesundheit gelitten. Nun der Entschluss, die Anlage abzugeben. Seit 2016/17 hat Wenzel mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen. Die abgesackte Autobahn A 20 in direkter Nachbarschaft sorgte dafür, dass weniger Besucher kamen. Straßensanierungen in den Folgejahren ebenfalls. Corona traf den Bunker hart. Zuletzt wurde das Gelände von Stürmen gebeutelt. Die Gebäude blieben trotz etlicher umgestürzter Bäume jedoch ganz.

Mittlerweile ist das Museum auch geschlossen. Führungen finden nicht mehr statt. Ein Grund sei die eigene Gesundheit. Ein anderer, dass sich zuletzt die Besucherzahlen stark in Grenzen gehalten hatten.

Das gesamte Grundstück ist fast 170 000 Quadratmeter groß. Das entspricht 17 Hektar oder etwa 23,8 Fußballfelder. Auf dem Gelände befinden sich verschiedene Gebäude, etwa ein Wachgebäude, ein Sammelgebäude, ein Sozialgebäude. Auch ein Wasserwerk, ein Pumpenhaus mit Zisternen, Garagen, eine Wartungshalle oder eine Kläranlage gehören zu den oberirdischen Bestandteilen.

Neben dem Tiefbunker gibt es einen Hochbunker mit etwa 500 Quadratmetern Fläche. Den nutzt Götz-Thomas Wenzel für seine Ausstellungen, etwa über die unterirdische Welt Berlins oder technischer Geräte aus der DDR. Wenzel hat einst die verlassenen Tunnel unterhalb der Bundeshauptstadt erforscht.
Der Tiefbunker hat eine Fläche von etwa 1800 Quadratmetern auf zwei Etagen. Hier führt Wenzel die Museumsbesucher auf seine ganz eigene Art und Weise durch die Räume. Eindrucksvoll sind die engen, dunklen Gänge, die verschiedenen Funktionsräume mit unzähligen blinkenden Schaltelementen, Rohren oder Generatoren. Götz Thomas Wenzel tauchte einst allein in die Dunkelheit hinab, um den Bunker zu erforschen und auszuräumen. Er selbst lebt seit Jahren auch auf dem Gelände.

(OZ)

Tim Offline



Beiträge: 14
Punkte: 22

27.03.2024 23:20
#2 RE: Bunker Antworten

Auf der Festung Königstein ist ein geheimer Atomschutzbunker aus DDR-Zeiten über die Ostertage erstmals öffentlich zugänglich. Besucher können die Anlage im Fels künftig bei Führungen besichtigen. Laut Verwaltung waren die Hohlräume bereits Ende des 19. Jahrhunderts als Pulvermagazin geschaffen worden. In den 1960er Jahren wurde sie zum Atombunker der Zivilverteidigung umgebaut.

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