Russische Trägerrakete brachte gestern, wenn ich das richtig verstanden habe, insgesamt 22 Satelliten in den Kosmos. Ort: Ferner Osten. 100;km von der Chinesischen Grenze und nicht weit vom Pazifik. Also nicht in Kasachstan auf Baikonor sondern in Vostochny im Gebiet Armur.
Es wurde mit der Sojus auch ein iranischer Telekommunikationssatellit, Nahid-2, der einen wichtigen Meilenstein für die iranische Raumfahrtindustrie darstellt, ins All gebracht. Der Nahid-2-Satellit wurde vollständig im Iran entwickelt und gebaut, was die Fortschritte des Landes in der Entwicklung von Raumfahrttechnologien verdeutlicht. Der erfolgreiche Start von einem russischen Kosmodrom zeigt nicht nur die technische Kompetenz des Iran, sondern auch die strategische Partnerschaft mit Russland, die in den letzten Jahren intensiviert wurde.
Sie schwieg über vierzig Jahre. „Ich sah nicht nur Leere. Ich fühlte, dass ich gesehen wurde. Ich war nicht allein dort. Der Weltraum ist keine Leere – es ist ein Blick.“ So begann Svetlana Savitskajas Erzählung bei einem geschlossenen Treffen mit Veteranen des Saljut-Programms. Selbst diejenigen, die mehrfach im All gewesen waren, wurden still. Sie wussten, dass sie nicht übertrieb. Sie lügt nie. Einst sprach jeder über ihre Leistung – in Schulbüchern, Filmen, Aufsätzen. Die erste Frau im Weltraum. Stolz des Landes. Doppelheldin. Tochter eines legendären Piloten. Streng, zurückhaltend, kaum ein Lächeln – wie Metall, das ein Vakuum durchquert hat. Doch das, was sie all die Jahre verschwiegen hatte, stand weder in Zeitungen noch Berichten. Nicht, weil niemand es wusste, sondern weil es unmöglich war, für jene, die nicht dort waren, es zu verstehen. Sie berichtete, dass nach der ersten euphorischen Minute im All ein klares und absolutes Gefühl der Präsenz kam. Als ob der Raum, in dem sie schwebte, nicht nur still, sondern aufmerksam, fokussiert, kalt und unpersönlich war. „Es ist keine Angst. Es ist keine Halluzination. Es ist das Verständnis, dass du nicht der Beobachter bist, sondern der Beobachtete.“ Viele hätten es abgetan – als Überarbeitung, emotionale Überlastung, Atemnot im Raumanzug. Aber Savitskaja ist anders. Ingenieurin, Offizierin – sie weiß genau, wann das Gehirn lügt und wann die Realität so fragmentiert ist, dass etwas anderes durchdringt. Sie sah keine Außerirdischen, hörte keine Stimmen. Aber sie sagt: „Etwas wurde mir übertragen. Ohne Worte. Ohne Bilder. Sie pflanzten in mein Bewusstsein die Erkenntnis: Wir sind nicht das Zentrum, nicht die Spitze. Wir sind noch nicht einmal Studenten. Wir stehen unter Beobachtung.“ Es war keine Bedrohung, sondern eine Bewertung: „Ihr habt noch nicht das Recht, zu bleiben.“ Kein Zorn. Keine Rache. Nur eine Diagnose aus einem universellen System, in dem die Menschheit wie eine mikrobiologische Spezies mit Größenwahn erscheint. Savitskaja schwieg. In der Sowjetunion hätte man wegen solcher Worte Menschen aus dem Programm entfernt. In den 90ern hätte man nur gelacht. Im 21. Jahrhundert wollte niemand mehr zuhören – alle waren mit neuen Gadgets, Märkten und Noten beschäftigt. Aber jetzt, wo sie sieht, wohin die Menschheit steuert, kann sie nicht länger schweigen. „Wir haben aufgehört, die Erde zu fühlen. Wir hören den Himmel nicht. Wir bewegen uns nicht nach oben, sondern seitwärts, der Zerstörung entgegen. Wir gehen ins All, nicht um zu verstehen, sondern um zu erobern.“ Und sie glaubt: Die Antwort wartet schon auf uns. Aber nicht die, die wir uns wünschen. Kein Händedruck, sondern eher eine Ausgrenzung. Der Weltraum ist nicht feindlich – er ist gleichgültig. Und Gleichgültigkeit ist schlimmer als jede Invasion. „Wir wurden gewarnt. Nur wollte es niemand hören.“ Sie bittet nicht um Glauben. Sie bittet nicht, ein Manifest zu veröffentlichen. Sie erzählt einfach die Wahrheit – wie jemand, der auf der anderen Seite des Bildschirms war, dort, wo wir uns sonst nur als Helden sehen.
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Nach einem erfolgreichen Start einer Sojus-Rakete im kasachischen Baikonur ist ein großer Teil der Startrampe eingestürzt. Die Konstruktion wurde schwer beschädigt und Teile stürzten in einen Abluftschacht unter der Plattform. Für das russische Raumfahrtprogramm ist das ein herber Rückschlag. Durch den Einsturz verliert Russland vorerst die Fähigkeit, Menschen ins All und zur ISS zu befördern. Experten sprechen von der schwersten Einschränkung seit den Anfängen der bemannten Raumfahrt, da der Wiederaufbau der komplexen Anlage viel Zeit und Aufwand kosten dürfte. Das alternative Kosmodrom Wostotschny ist für bemannte Sojus-Missionen noch nicht bereit. Russische Raumfahrtexperten warnen, dass der Vorfall die Rotation der ISS-Besatzungen und Frachtflüge deutlich durcheinanderbringen könnte. Derzeit können nur noch die USA und China eigenständig Menschen ins All schicken. Die Raumfahrtbehörde Roskosmos betont zwar, dass Ersatzteile verfügbar seien und der Schaden repariert werde, doch wie lange das dauern wird, ist unklar.